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Wieder auf dem Vormarsch: Die Natur (schlägt) kehrt zurück

Rosen am Straßenrand (c) HESSENMAGAZIN.de

[Hessen - Deutschland] Die ersten Stadtväter, Bürgermeisterinnen und andere Mitbestimmer, deren Stimme etwas gilt, haben es schon realisiert: Wer pflanzliches Grün in das urbane Leben integriert, wird es in Zukunft leichter haben. Der Klimawandel ist nicht mehr zu verleugnen. Die Sommer kommen früher, sind oft zu trocken, die Sonne brennt heißer und die Menschen suchen Schatten, wenn mal wieder eine Hitzewelle im Anmarsch ist.

Sonnenanbeter benötigen Lichtschutz ab mindestens Faktor 30, wenn nicht sogar 50, wo früher noch ein Öl mit Faktor 10 genügte. Schwüle Tage, in denen kein Windhauch geht, wechseln sich ab mit stürmischen Unwettern, flutartigem Regen und krassen Temperaturstürzen.

Es gibt zivilisierte Gegenden auf der Welt, in denen heute bereits zeitweise Wassermangel herrscht. Und trotzdem soll es noch Leute geben, die Rasensprenger verwenden und täglich ihre Pools mit Trinkwasser füllen. Selbst in unserer gemäßigten Klimazone häufen sich Meldungen über Tornados, heftige Wirbelstürme.

Im Mai 2015 gab das Umweltbundesamt einen 243-seitigen (mit Anhang: 258-seitigen) Monitoringbericht heraus, wie sich Deutschland an den Klimawandel anpasst:

Steigende Temperaturen, feuchtere Winter und häufigere Wetterextreme wirken sich zunehmend auf die deutsche Gesellschaft aus. Betroffen sind unter anderem die Energieversorgung, die Landwirtschaft und die Gesundheitsvorsorge. Anhand von Daten aus 15 verschiedenen Gesellschaftsbereichen zeigt der Bericht auf, welche Veränderungen sich durch den Klimawandel heute schon feststellen lassen und welche Gegenmaßnahmen bereits greifen.

Da ist die Rede u. a. vom Anstieg der Blaualgen, Verbreitung allergieträchtiger Pflanzen und exotischer Krabbelviecher, die Krankheiten bringen sowie von Hitze- und Unwetterwarndiensten oder auch von neuen Bau-Methoden für unsere Häuser, damit diese den stärker werdenden Klimabeanspruchungen standhalten.

Die Stadt Frankfurt steuert seit einigen Jahren z. B. schon gegen die gefährliche Sommerhitze in ihren Betonschluchten an und arbeitet an der Anpassung an den Klimawandel, den wohl niemand mehr aufhalten kann. Da fallen Stichworte wie: Erholungsflächen, unbebaute Frischluft-Korridore und angepasste Gebäude. Mehr dazu: HIER <-KLICK.

Das bedeutet, kühlende Oasen werden mithilfe von Parks gestaltet, energetische Sanierungen werden durch Fördergelder und Zuschüsse von der Regierung unterstützt, und die Wasserwirtschaft beschränkt sich nicht alleine auf den Hochwasserschutz. So werden zusätzlich wirksame  Maßnahmen benötigt, um die Kühlung von Kraftwerken und Industrieanlagen zu gewährleisten, landwirtschaftliche Flächen ausreichend zu bewässern und den Schiffsverkehr bei Niedrigwasser zu sichern.

Zurück zur Natur

In diesem Atemzug wird das Thema "Renaturierung" von seinem Nischendasein befreit - ebenso wie die "Fruchtbarkeit" unseres Bodens oder der "Verlust durch Abtrag" bei Auswaschungen und Verwehungen. Plötzlich ist auch wieder etwas zu "bodenbedeckendem Grünland" und "biologischer Vielfalt" zu hören. Das alles wird nun zur "Chefsache" ernannt und bleibt nicht mehr nur einer Handvoll Naturschützern überlassen.

Wald und Land, Baum und Feld, die Fischerei und die "Regenerationsfähigkeit der natürlichen Ressourcen"... Man beginnt, darüber nachzudenken, wie man der Natur wieder "auf die Sprünge helfen" kann. Es wurde kaum ein Aspekt ausgelassen. Sogar die Abschnitte über Energie- und Finanzwirtschaft oder den Verkehr und die Industrie sind verständlich geschrieben. Erklärende Fotos lockern das Traktat auf.

Am Ende widmet man sich noch dem Tourismus und fragt, ob unsere deutschen Küstenbadeorte nun wärmer und dadurch beliebter werden bzw., was die Skiorte ohne Schnee im Winter erwartet. Ganz zum Schluss geht es um Raumordnung, Flächensicherung und Bevölkerungsschutz, um dann die herausfordernde Frage zu stellen: "Bekommen wir die Klimawandelfolgen in den Griff?"

Lesen und staunen Sie selbst - Download kostenlos als PDF: HIER <-KLICK.

 

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