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Regionalbeirat Wetterau: Gemeinsam im Einsatz für eine attraktive Heimat

Gemeinsam in die Zukunft (c) HESSENMAGAZIN.de Blick hinter die Förderkulisse: Ein 24-köpfiger Regionalbeirat beurteilt die Anträge auf Zuschüsse aus dem europäischen LEADER-Programm Wetterau/Oberhessen für 2015-2020

[Friedberg / Wetteraukreis] Mit 2,1 Millionen Euro unterstützt das europäische LEADER-Programm zur Entwicklung strukturschwacher Regionen bis 2020 innovative Projekte und Vorhaben aus 17 Kommunen in der Wetterau und Oberhessen.Die Fördergelder können sowohl von den Städten und Gemeinden, wie auch von Unternehmen, Vereinen und Initiativen sowie von Privatpersonen beantragt werden.

Über die Vergabe entscheidet ein Regionalbeirat aus 24 Personen in Kooperation mit dem Regionalmanagement, das bei der Wirtschaftsförderung Wetterau angeschlossen ist. 17 Männer und 7 Frauen, die an einem Strang ziehen, um die Heimat Wetterau/Oberhessen attraktiv(er) zu machen.

Beatrix Happel ist Landfrau aus Überzeugung. Die 40-Jährige, von Beruf Industriekauffrau, gehört dem Regionalbeirat als Vorsitzende des Bezirksvereins der Landfrauen Nidda an. Der Bezirksverein ist Dachorganisation von 24 Ortsvereinen mit rund 2000 Mitgliedern. „Wir Landfrauen stehen für vieles“, sagt Beatrix Happel, „vor allem für die Traditionen im ländlichen Raum.“ Für die Niddaerin bedeutet dies aber „nicht nur in einzelnen Orten zu wirken“, sondern sich auch regional für „mehr Lebensqualität“ einzusetzen.

Mehr noch: „Wenn ich auf überregionalen Treffen der Landfrauen bin, kommt mir die Wetterau wie ein gelobtes Land vor, beispielsweise im Vergleich zum Werra-Meißner-Kreis. Die Landflucht, die gibt es bei uns durch die Nähe zum Rhein-Main-Gebiet und zu Frankfurt noch längst nicht so. Aber wir müssen auch für junge Familien als Lebensort interessant bleiben oder noch stärker werden“, sagt sie. Und für Touristen: „Unsere Region ist so schön, dass wir Besucher aus aller Welt einladen können, sie zu entdecken.“ Beispielsweise die Keltenwelt am Glauberg, ein so genannter "Leuchtturm" in Sachen Tourismus für die Region. Drei touristischen Attraktionen konnten durch EU-Mittel aus dem LEADER-Programm für Oberhessen 2007-2013 realisiert werden. in Limeshain der römische Wachtturm, in Gedern das Informationszentrum „Alte Schmiede“ und in Ortenberg der Laternenpfad.

Die Region entdecken können auch Interessierte, die eine der E-Bike-Touren ab Stockheim mitmachen, zum Beispiel in die mittelalterliche Altstadt von Büdingen. Geführt werden die Touren von Elfriede Pfannkuche, einer passionierten Mountain-Bikerin. Aktuell vertritt sie den Verein Wirtschaft Regionalentwicklung Wetterau im LEADER-Beirat. Für sie ist es „unglaublich wichtig, dass Projekte in der Region abgestimmt werden.“ Den „großen Wert“ des Regionalbeirats sieht sie deshalb darin, dass keine Kommune alleine über einen Antrag entschließen kann, sondern dass „alle Vorhaben in ihren Wert gesetzt werden, den sie für die Region haben.“ Positiv schätzt die ehemalige Kommunalpolitikerin ein, dass das „Regionalmanagement nun eng an die Wirtschaftsförderung Wetterau gekoppelt ist.“

Michael Merle ist zum ersten Mal in dem Gremium. Als Butzbachs Bürgermeister erhofft er sich von der Zusammenarbeit „mehr Zusammenhalt für die Region.“ Er weiß, den Orten, die entlang der A 5 liegen, geht es gut. Doch auch für Butzbach wünscht sich der Kommunalpolitiker einen Strukturwandel, „weg von der Konversionsstadt“ und mehr Aufmerksamkeit für die Stadtteile. Für den Projektraum erhofft er sich einen Kulturaustausch mit den Kommunen Rockenberg und Münzenberg (beide ebenfalls neu im LEADER-Programm).

Und nicht nur mit diesen: Als er jüngst eine Anfrage erhielt, ob die Stadt (mit großem Open-Air-Kino auf ihrem Schlossareal) auch eine Werbung für das Wölfersheimer-Open-Air-Kino zulassen würde, war die Reaktion von Michael Merle: „Das ist doch toll.“ Sein Wunsch für die Zukunft: „Nur wenn wir gegenseitig von dem, was wir in unseren Kommunen anbieten und leisten, voneinander im Austausch profitieren, können wir die Region voranbringen. Auch im Bereich des öffentlichen Nahverkehrs. Denn in diesem sind „ innovative Ideen für zeitgemäße Angebote“ gefordert, so der Butzbacher Bürgermeister.

Einen Verbündeten dürfte er für die neue Ideen für den Personennahverkehr im LEADER-Beirat mit Gerhard Stock haben. Stock ist Ortsvorsteher des Niddaer Stadtteils Fauerbach. Während der ersten LEADER-Förderperiode war er in den Arbeitskreisen Dorfentwicklung, Tourismus und Leben im Alter aktiv. Das will der 66-Jährige auch die nächsten Jahre sein. Gilt es doch für ihn, „dass die Region sich für Bad Salzhausen als Kurort, für den Radweg R4 und den Weiterbetrieb des Radzubringers zum Vulkanradweg einsetzt“. Und im öffentlichen Personennahverkehr: „Da müssen neue Ideen her. In anderen Gebieten gibt es ja schon innovative Konzepte.“ Für Gerhard Stock ist es nachvollziehbar, dass ein 50-Personen-Linien-Bus, der zwar alle Stunde fährt, in dem aber „nur drei Leute sitzen“ für kein Unternehmen, ob privatwirtschaftlich oder öffentlich, rentabel ist.

Bernd Uwe-Domes und Klaus Karger, die beiden Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Wetterau, die bereits die erste LEADER-Periode für Oberhessen begleiteten, sehen in der zweiten erneut die Herausforderung „die Potenziale, die die Region hat, sowohl für Investoren im wirtschaftlichen Bereich ebenso wie als Lebensraum für Alt- wie Neubürger und Touristen noch besser zu vermitteln.“ Mehr als 50 Projekte, können Domes und Karger bilanzieren, konnten mit Mitteln aus dem ersten LEADER-Programm unterstützt werden. Mehr noch. „Wir konnten aus anderen Regionen, die ihr Budget nicht ausgeschöpft hatten, am Ende der Förderperiode noch 450.000 Euro für die Region requirieren.“

Mobilität und Tourismus sind nur zwei der Schwerpunkte, auch Handlungsfelder genannt, auf die der Regionalbeirat seinen Fokus legt. In allen, so Landrat Arnold, in seinem Vorwort zum „Regionalen Entwicklungskonzept für die Region unter dem Leitbild 'Zukunft Heimat - lebenswert . naturnah . zentral': „Benötigen wir vernetzte Maßnahmen und Strategien sowie technologische Innovationen, um die spezifischen Stärken und Entwicklungspotentiale der Region zu erhalten und zukunftsfähig zu gestalten.“

Einer Innovation hat der Regionalbeirat bereits zugestimmt: der Vereins-App 3.0 aus Wölfersheim, einer der sechs neuen Gemeinden in der LEADER-Region. Sie hat der Regionalbeirat für förderungswürdig erklärt. „Weitere Projektideen“, so Bernd-Uwe Domes, „können jederzeit eingereicht werden.“ Ausführliche Informationen dazu gibt es unter: www.wfg-wetterau.de

Carsten Krätschmer, Vorsitzender des Vereins Oberhessen, Bürgermeister von Glauburg und Vorsitzender des Regionalbeirates möchte die Entwicklungspotenziale noch stärker fördern: "Für unsere Arbeit im Regionalbeirat des LEADER-Programms Wetterau/Oberhessen bis 2020 sind wir darauf angewiesen, das uns gute Projekte vorgeschlagen werden. Die Schwerpunkte, aus denen diese kommen können haben wir ja bereits festgelegt. Insbesondere sind dies der demografische Wandel, die Verbesserung der Mobilität und Projekte, die uns in unserem Anliegen, die Defizite in strukturschwachen Kommunen zu verringern, unterstützen können. Ein weiterer Aspekt ist für mich, die touristischen Entwicklungspotenziale, die die Region bietet, besser darzustellen beziehungsweise noch stärker zu fördern. Es lässt sich nicht ignorieren: Zwischen den in das LEADER-Programm aufgenommene Kommunen gibt es große Unterschiede. Und verschiedene Interessen. Um diesen gerecht zu werden, vor allem aber auch die Mittel gerecht zu verteilen, muss sich der Beirat alle eingereichten Anträge genau ansehen.

Es darf nicht so sein, dass 60 Prozent der Mittel in nur ein oder zwei Kommunen fließen. Rückblickend auf die erste Förderperiode lässt sich sagen: Da haben wir die richtigen Entscheidungen getroffen. Ob das Informationszentrum 'Alte Schmiede' in Gedern, der Limeswachturm in Limeshain oder die neuen Tagungsräume auf der Burg Lißberg: Das sind Projekte, die den Kommunen ebenso nützen wie der Region. Wir haben in der Wetterau wie in Oberhessen gerade im touristischen Bereich schon Pfründe, die müssen wir noch stärker hervorheben. Das braucht aber auch Zeit. Meine Aufgabe als Vorsitzender des Regionalbeirats sehe ich - und das ist ja auch als Politiker mein Job - die verschiedenen Interessen abzuwägen und zu einem tragfähigen Kompromiss zu kommen."

Hintergrund

Das Gremium aus 24 haupt- und ehrenamtlichen Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Politik, Vereinen und Initiativen hat sich am 27. Mai dieses Jahres konstituiert. Am 24. Februar 2015 hatte das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz die 17 Kommunen umfassende „Gebietskulisse“ als LEADER-Region Wetterau/Oberhessen für die Jahre 2015 bis 2020 anerkannt.

Diw Aufgabe des Regionalbeirats ist jetzt „die strategische Steuerung des regionalen Entwicklungsprozesses“. Dabei wird das Gremium vom Regionalmanagement der Wetterauer Wirtschaftsförderung und mehreren Arbeitskreisen unterstützt. Der Regionalbeirat koordiniert die eingereichten Projektanträge und entscheidet über deren Förderwürdigkeit. Vorsitzender: Carsten Krätschmer, Verein Oberhessen; Stellvertreterin; Sabine Bertram-Schäfer, Verbund der evangelischen Dekanate Nidda, Büdingen, Friedberg.

Der Beirat tagt mindestens dreimal jährlich in nichtöffentlicher Sitzung. Eine Beteiligung an den Arbeitskreisen (Themen, Orte und Termine auf der Homepage) ist ausdrücklich erwünscht.

Die Kommunen der LEADER-Region Wetterau-Oberhessen 2015-2020 sind: Altenstadt, Büdingen, Butzbach, Echzell, Florstadt, Gedern, Glauburg, Hirzenhain, Kefenrod, Limeshain, Münzenberg, Nidda, Ortenberg, Ranstadt, Reichelsheim, Rockenberg, Wölfersheim sowie der Wetteraukreis.

Quelle Text: Wirtschaftsförderung Wetterau GmbH

 

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