[Hessen und Drumherum] Es wurde Zeit, die Gartengestaltung zu revolutionieren. Das triste Grau der aktuellen Designs ist überaus öde und macht depressiv. Anthrazit, wohin man schaut: Pavillons, Gartenhäuser und Geräteschuppen - und die möglichst auch noch aus Metall. Wer stattdessen Leichtigkeit, Farbe oder etwas Kreatives sucht, muss meist tief in die Tasche greifen oder sich mit einem drögen Partyzelt behelfen. Da kommt so eine Gartenkuppel gerade recht. Sie wirkt ungewöhnlich, luftig und hebt sich wohltuend vom Einheitslook moderner Gartenausstattung ab.
Natürlich könnte man sich auch in ein Gewächshaus setzen. Das hat aber meistens nicht die passenden Maße und muss bei starkem Sonnenschein beschattet werden :-)
Wahrscheinlich hält sich die anfängliche Begeisterung in Grenzen, wenn der nächste Herbststurm zu befürchten ist. Ein Problem könnte auch Starkregen werden ... und an Schnee sollte man gar nicht erst denken, trotzdem es heißt, die Kuppelform wäre weniger wetteranfällig als klassische Bauten.
So bleiben nur Lieferanten im Rennen, die wenigstens Polycarbonat-Kuppeln anstatt einfacher PVC-Folie mit Plastikstangen anbieten, wie der Discounter VEVOR oder noch günstiger: TEMU mit seinen "Bubble-Tents" und einem besonders leichten Stecksystem.
Wer seine Nachbarn trotzdem mit einer (durchsichtigen) Gartenkuppel auf Dauer neidisch machen möchte, steht vor einer etwas unübersichtlichen Auswahl an Herstellern und Händlern.
Premium-Standard bietet eine polnische Firma aus Stettin (hypedome.de) für anspruchsvolle Privatkunden wie auch die Gastronomie und Luxus-Camping. Das wetterfeste Design aus massivem, kristallklarem Polycarbonat ist 200-mal schlagfester als Glas und bietet eine tolle Optik sowie einen unkomplizierten Selbstaufbau... in der kleinsten Version (3 m) für ca. 3000 Euro.
Für Profi- & Architekturprojekte steht VikingDome mit Hauptsitz in Litauen (vikingdome.com) parat. Die Zielgruppen sind: Gewerbe, Großveranstaltungen, Gastronomie und individuelle Bauprojekte. Angeboten werden robuste Konstruktionen aus Stahl, Holz oder Isolierglas mit geprüfter Statik für hohe Schneelasten und Windstärken. Sie gelten als maßgeschneiderte Ganzjahres-Lösungen auch mit kommerzieller Nutzung.
Während Bubbleorb (www.bubbleorb.com) durch die Kooperation mit deutschen Partnern (wie BAUHAUS), robusten Polycarbonat-Paneelen eine hervorragende Anlaufstelle für anspruchsvolle Privatanwender auch in Deutschland ist, richten sich BDiR (www.bdir.com/de) und Shelter Dome (shelter-dome.com) aus China primär an gewerbliche Kunden. Letztere sind Spezialisten für Großveranstaltungen, Gastronomiekonzepte und wetterfeste Glamping-Resorts.
Übrigens: BubbleOrb gibt es auch halbtransparent (undurchsichtig?) mit abschließbarer Tür plus einigem Zubehör - und zum Ausprobieren für aktuell 99 Euro in ganz klein für's Haustier: https://www.bubbleorb.com/products/pet-bubbleorb.
Am Ende bleibt uns im hohen Vogelsberg vielleicht nur diese Selbstbaulösung...
Wobei zu klären wäre, ob dafür eine Baugenehmigung eingeholt werden muss :-))))
Gut zu wissen
Die Bauform hat zwei maßgebliche Urheber
Erstkonstruktion 1919/1923: Der deutsche Ingenieur und Physiker Walther Bauersfeld (damals Chefingenieur bei Carl Zeiss in Jena) entwarf 1919 die erste geodätische Kuppel der Welt, um das erste Planetarium für Zeiss in Jena zu errichten.
Popularisierung & Patent 1954: Der US-amerikanische Architekt und Visionär Richard Buckminster Fuller erfand das Prinzip Ende der 1940er Jahre neu. Er prägte den Begriff „Geodesic Dome“ (geodätische Kuppel), meldete 1954 das US-Patent dafür an und machte die Bauweise weltweit berühmt.
Quelle Zusammenstellung: Brigitta Möllermann, HESSENMAGAZIN.de


















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