[Deutschland] Dann macht es ROBIN WOOD genauso wie Greenpeace und steigt früh am Morgen auf die Kühltürme eines Gaskraftwerks und hängt riesige Gasprotestbanner auf: "Wärmewende statt Gas ohne Ende". Ein Protest für den Gasausstieg gegen Pläne der Bundesregierung, mitten in der Klimakrise neue Gaskraftwerke zu bauen. Denn das befeuert die Klimakrise, lässt die Preise in die Höhe schnellen und vergrößert gefährliche, fossile Abhängigkeiten, heißt es dazu in der Pressemeldung vom 7.5.2026.
Die Aktivist*innen fordern Investitionen in eine klimafreundliche und bezahlbare Energieversorgung mit Erneuerbaren Energien und den Bau von Stromspeichern. Mit der Aktion machen sie zudem auf angekündigte Massenproteste im Ruhrgebiet gegen die Energiepolitik der Bundesregierung Ende Mai aufmerksam.
ROBIN WOOD ruft zur Demonstration „Zukunft statt Gas!“ am 30. Mai 2026 in Hamm auf: Massenproteste gegen den Ausbau fossiler Infrastrukturen: HIER <-KLICK
„Wir wehren uns gegen eine Energiepolitik von Bundeswirtschaftsministerin Reiche, die unsere Zukunft aufs Spiel setzt. Die Klimakrise eskaliert und Europa heizt sich im Rekordtempo auf. Wir müssen endlich raus aus Kohle und Gas und brauchen eine klimaverträgliche und bezahlbare Wärme- und Stromversorgung für alle. Doch Katherina Reiche, frühere Managerin eines Energiekonzerns, tut genau das Gegenteil. Sie setzt auf den Ausbau von Gaskraftwerken und zementiert damit genau die klimaschädliche Politik, die uns die Krise eingebrockt hat. Heizung und Strom werden dadurch noch teurer, das ist auch sozialpolitisch gefährlich“, sagt Hanni Probst von ROBIN WOOD.
Bis 2031 sollen laut der Strategie der Bundesregierung neue Gaskraftwerke mit einer Leistung in Höhe von zehn Gigawatt in Betrieb gehen. Auch Steag/Iqony plant den Neubau eines Gaskraftwerks in Bergkamen. Dabei zeigt sich die gleiche Strategie wie in Herne: Kohlekraftwerke werden durch Gaskraftwerke ersetzt, die als „H2-ready“ angepriesen werden.
Doch das ist eine riskante Wette auf die Zukunft. Denn grüner Wasserstoff ist begrenzt, Wasserstoff-Kraftwerke sind ineffizient und teuer. Bis zu einem möglichen Umbau wird weiter fossiles Gas verfeuert. Dies ist – neben den hohen Investitions- und Betriebskosten – auch mit unkalkulierbaren gesellschaftlichen Kostenrisiken durch Klimaschäden, steigende Gaspreise und Abhängigkeiten von den Lieferländern verbunden. Hohe Heiz- und Stromkosten treffen Haushalte mit einem niedrigen Einkommen besonders hart, wie in der Energiekrise 2021/22 bereits zu sehen war.
„Um Erneuerbare Energien werden keine Kriege geführt. Wind und Sonne zu nutzen, anstatt begrenzter fossiler Ressourcen, macht unsere Welt friedlicher. Mit erneuerbaren Backup-Lösungen wie Speichern und Großwärmepumpen, einer Flexibilisierung des Strommarktes und Energiesparmaßnahmen schützen wir uns vor hohen Kosten, fossilen Abhängigkeiten und Klimaschäden. Auch deshalb machen wir uns stark für eine unabhängige und dezentrale Energieversorgung“, sagt ROBIN WOOD-Aktivistin Marit Schneider.
Aktion Pressebild (c) ROBIN WOOD
Vom 27. bis 31. Mai 2026 wird auch das große Hammer Klimacamp stattfinden. Das Bündnis "Ende Gelände" hat für diesen Zeitraum Aktionen zivilen Ungehorsams im ganzen Ruhrgebiet angekündigt: HIER <-KLICK.
Quelle: ROBIN WOOD, eigentlich eine gewaltfreie Aktionsgemeinschaft für Natur und Umwelt




















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