[Hessen] Seitdem wir erkannt haben, dass unser neuer Hund Michel keine Aufregung verträgt, darf er öfter mal in einer Ecke und auf einer Decke genüsslich "der Ruhe pflegen". Auch im offenen Auto kann er dann und wann einfach mal herumliegen und rausschauen.... (angeleint wie LEO <-KLICK.) Damit kommt er prima zurecht.
Selbstverständlich bringen wir ihm weiterhin unsere Welt nahe. Allerdings knapp dosiert. Er darf mit einkaufen im Baumarkt sowie im Hundefutterladen, hin und wieder sogar in der Apotheke oder im Bratwurststand.
Die Spaziergänge mit ihm sind nun jedoch zeitlich limitiert und enden, wenn Michel erkennbar zappelig wird. Wirres Schnüffeln, Hinundherschwenken den Kopfes, plötzliche Jumper nach vorne oder zur Seite haben anfänglich die Frage aufgeworfen, ob Hunde unter ADHS leiden können.
Doch seine übersteigerte Unruhe, die extreme Impulsivität und geringe Konzentrationsfähigkeit zeigen sich nur draußen. Dort reagiert er auf kleinste Reize, während er zu Hause entspannt schläft und generell immer wieder zur Ruhe kommt. Wobei natürlich ein ruhiger, klar strukturierter Tagesablauf mit nur kurzen Beschäftigungsspielen hilft.
Die Folge: Überreaktionen auf Reize, Leinenzerren, sein hysterisches Kläffen beim Sichten anderer Hunde lassen langsam nach. Und zwar so nachhaltig, dass wir immer seltener ein mitleidiges Lächeln bei unseren Mitbürgern ernten.
Im Gegenteil: Bei ungefähr jeder dritten Begegnung wollen ihn irgendwelche Leute anfassen zum Streicheln. Doch das lassen wir NICHT zu. Michel hört mit, wie wir unsere Anfassverbote kommunizieren ("hinausbellen"), sieht wie die Menschen (meistens verärgert) zurückzucken und realisiert, dass er unter unserem Schutz kein Opfer / Spielzeug von gutmeinenden „Lassi‑Verehrern“ sein muss.
Quelle: Brigitta Möllermann, HESSENMAGAZIN.de





















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