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Home DOSSIER: Natur und Umwelt Landwirtschaft + Naturschutz Bauernproteste: Was man dazu wissen sollte über die Agrarwirtschaft

Bauernproteste: Was man dazu wissen sollte über die Agrarwirtschaft

Agrar Import Export (c) WTO, Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Agrar Import Export (c) WTO, Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)

[Deutschland] Am 12.01.2024 veröffentlichte Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) obige Information zur Marktsituation - kurz und prägnant grafisch dargestellt. Man staune: Deutschland ist im Agrarbereich eine der führenden Handelsnationen – sowohl bei den Importen als auch bei den Exporten. Zwischen 2021 und 2022 stiegen die deutschen Agrarexporte zudem laut BZL um vier Prozent. Gleiches gilt für die Agrarimporte. Was bedeutet, dass unsere gerade heftig protestierenden Bauern nicht nur uns das Essen auf den Teller liefern. Es wir auch eifrig nach anderswo verkauft!

Andersherum betrachtet: In Deutschland überwiegen die Importe die Exporte um etwa 26 Prozent. Das heißt: Unsere Bauern füllen unsere Teller nur zum Teil, denn Deutschland kauft Agrarprodukte im Ausland ein.

  • Beispiel Obst - 2021 konnte der Bedarf nur zu einem Fünftel gedeckt werden: HIER <-KLICK
  • Beispiel Gemüse - Auch hier muss ein Großteil der nachgefragten Ware importiert werden: HIER <-KLICK

Nur mit Kartoffeln werden wir hierzulande reichlich versorgt. Und bei Zucker, Fleisch, Milch und Getreide übersteigt laut BZL sogar die Erzeugung den Bedarf.


Getreideverwendung in Deutschland (c) BLE

Wie man auf der nebenstehenden Grafik des Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) erkennen kann, landen vom Weizen deutschlandweit übrigens nur rund 21 % in unserem Essen.

Mehr als 56 % werden an die Tiere verfüttert, die übrigens auch nicht alle in unserer deutschen Wurst bzw. Bratpfanne enden.

Selbst genauer nachlesen: HIER <-KLICK.

Das auch noch: Der Selbstversorgungsgrad mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen in Deutschland zeigt, in welchem Umfang die heimische Landwirtschaft unseren Nahrungsmittel-Bedarf decken kann: Im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre rein rechnerisch gesehen zu 83 Prozent.

Bericht der Bundesregierung vom 08.11.2023 über die komplette Lage der Landwirtschaft der letzten vier Jahre: HIER <-KLICK

Ab Seite 25 findet man Informationen zum Einkommen der Landwirte und der Entwicklung - aufgedröselt in einzelne Sparten sowie Haupt- und Nebenerwerb mit Hofladen, Biogaserzeugung, Lohnarbeit oder Fremdenverkehr und Landschaftspflege.