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2018: Rückblick auf das diesjährige Seefest in Gedern

Besucher und Gäste auf dem Weg zum Seefest (c) HESSENMAGAZIN.de
Besucher und Gäste auf dem Weg zum Seefest (c) HESSENMAGAZIN.de

[Gedern / Wetterau] HESSENMAGAZIN freut sich, ab jetzt ein neues, retrospektives Berichtsformat vorstellen zu können. Da VeranstalterInnen auf ihren Festen stark in die Organisation eingebunden sind und in der Regel keine Ruhe haben, unsere Fragen zu beantworten, haben wir sie nach unserem Besuch des Events im Nachhinein schriftlich gestellt. Auf diese Weise bekamen wir wunderbar ausführliche Antworten.
Dr. Angela Metzner vom Kultur- und Tourismusbüro der Stadt Gedern startet den Reigen in ihren eigenen Worten.

Thema Historie

Wie lange gibt es das Seefest schon?

Dr. A. Metzner: Im Jahr 1958 wurde Herr Merle in Gedern Bürgermeister. Er kam aus Alsfeld und kannte von dort die Bedeutung des Tourismus. In der Folgezeit hat dieser, in der Bevölkerung sehr beliebte Bürgermeister den Tourismus in Gedern stark voran gebracht und in diesem Rahmen dann auch um 1959/60 das erste Seefest durchführen lassen. In den folgenden Jahren wuchs die Veranstaltung stetig bis auf die heutige Größe.

Am Nachmittag liegt der See noch in der Sonne (c) HESSENMAGAZIN.de
Am Nachmittag liegt der See noch in der Sonne (c) HESSENMAGAZIN.de

Wer ist / war der Veranstalter?

Dr. A. Metzner: Veranstalter war in den ersten Jahrzehnten der Campingpark. Dann nahm das Arbeitsvolumen jedoch stark zu und die Organisation ging auf den Magistrat der Stadt Gedern über. Es ist also eine städtische Veranstaltung, die zunächst vom Kulturamt, seit drei Jahren vom Kultur- und Tourismusbüro geplant wird. Die Mitarbeiter des Campingpark und der Bauhof der Stadt Gedern leisten dabei immer wertvolle Hilfe, speziell auch vor Ort. Da die Veranstaltung während der laufenden Badesaison stattfindet ist hier ein erhöhter Planungsaufwand zu kalkulieren.

Was war die ursprüngliche Idee für das Fest am See beim Campingplatz?

Dr. A. Metzner: Der Campingplatz in Gedern erfreute sich speziell in der Nachkriegszeit stark steigender Beliebtheit. Große Mengen Gäste kamen mit Zelt und Wohnwohnwagen aus halb Deutschland und speziell auch aus Holland. In der Sommerzeit war das Areal rund um den See stark frequentiert. Für diese Gäste sollte der See durch das Fest noch attraktiver werden. Natürlich waren auch die Einwohner von Gedern und den umliegenden Orten angesprochen, die dann auch in zunehmendem Maße die Veranstaltung besuchten.

Wochenendgäste in Zelten (c) HESSENMAGAZIN.de
Wochenendgäste in Zelten (c) HESSENMAGAZIN.de

Hat sich da etwas geändert?

Dr. A. Metzner: Die Besucher des Seefest kommen heute nicht mehr nur aus Vogelsberg und Wetterau, sondern haben teilweise eine längere Anreise aus Frankfurt, Fulda, Gießen oder dem Taunus hinter sich. Man schätzt vor allem das Ambiente am See, die Live-Musik und große Auswahl an Speisen und Getränken – und natürlich lockt das Feuerwerk viele Gäste nach Gedern.

Thema Spaß und Unterhaltung

Auch für die Jugend wird manches geboten (c) HESSENMAGAZIN.de
Auch für die Jugend wird manches geboten (c) HESSENMAGAZIN.de

Wieviele Besucher kommen zu dem jährlichen Fest im Sommer?

Dr. A. Metzner: Da es eine Outdoor-Veranstaltung ist, steigen und fallen die Besucherzahlen natürlich mit dem Wetter. Doch auch eine nicht so gute Wetterprognose schreckt die Gäste nicht ab. Daher konnten wir uns in den letzten beiden Jahren über etwa 5.500 Besucher auf der Anlage freuen. Dazu zählen dann auch die Camper und Dauercamper, die kurze oder längere Aufenthalte in Gedern genießen.

Ist der Event für Familien gedacht?

Dr. A. Metzner: Ja, die Veranstaltung ist auf Familien ausgelegt. Deswegen gibt es ja auch den kleinen Vergnügungspark mit Dosenwerfen, Schießbude und Kinderkarussell. Außerdem ist auch immer ein Händler vor Ort, der Illuminationsartikel verkauft – was bei Kindern super ankommt. Das Feuerwerk ist natürlich dann auch noch ein absolutes Highlight, das für die meisten Familien der krönende Abschluss des Seefest ist.

Wiese und Strand an einem der beiden Ufer (c) HESSENMAGAZIN.de
Wiese und Strand an einem der beiden gegenüberliegenden Ufer (c) HESSENMAGAZIN.de

Darf man abends noch im See schwimmen gehen?

Dr. A. Metzner: Nein, nach 16 Uhr darf nicht mehr im See geschwommen werden. Am Strand finden dann die Wasserspiele statt und für das Feuerwerk darf niemand im Wasser sein. Darauf achtet auch die Badeaufsicht von der DLRG sehr aufmerksam. Natürlich kommt es immer wieder mal vor, dass Personen im angetrunkenen Zustand in den See gehen und meinen, dort im Dunkeln schwimmen zu müssen, doch werden diese meist schnell von der Badeaufsicht oder dem Sicherheitsdienst wieder an Land gebracht.

Was soll / wird immer auf dem Programm stehen?

Dr. A. Metzner: Ganz wichtiger Bestandteil ist die Live-Musik, die ist unverzichtbar. Es spielen immer regional bekannte Musikgruppen, die viele Gäste anlocken und immer für eine super Stimmung sorgen. Das zweite Highlight ist das Höhenfeuerwerk um 23 Uhr. Davon gibt es in der Region nicht so viele und vor allem nicht in so schönem Ambiente. Die Lichtreflexionen über dem Wasser des Sees sind schon etwas Besonderes.

Hier werden Vorbereitungen zum Feuerwerk getroffen (c) HESSENMAGAZIN.de
Hier werden Vorbereitungen zum Feuerwerk getroffen (c) HESSENMAGAZIN.de

Wird etwas Vergleichbares in der Region angeboten?

Dr. A. Metzner: In Nieder-Moos gibt es auch ein Seefest mit Live-Musik, außerdem am Inheidener See bei Hungen. Jedoch gibt es bei beiden Veranstaltungen weniger Angebote im gastronomischen Bereich und auch eher weniger Angebote für Familien und Kinder.

Thema Organisation

Nach dem Fest ist vor dem Fest?

Dr. A. Metzner: Ja, das stimmt. Wir machen immer ein paar Wochen nach der Veranstaltung eine Nachbesprechung mit den teilnehmenden Vereinen und Institutionen. Da werden dann Ideen und Kritiken ausgetauscht und die ersten Pläne für das Folgejahr geschmiedet. Die Schausteller müssen zeitnah gebucht werden, damit diese sich den Termin frei halten. Richtig  intensiv werden die Planungen aber erst nach Weihnachten, dann muss man sich um das Feuerwerk kümmern, Musikgruppen buchen, erste Absprachen mit den Vereinen, den Kollegen vom Campingpark, dem Bauhof und dem Sicherheitsdienst sind nötig. Speziell wenn es bauliche Veränderungen geben soll sind langfristige Planungen nötig.

Das Essensangebot bei Seefest ist riesig (c) HESSENMAGAZIN.de
Das Essensangebot bei Seefest ist riesig (c) HESSENMAGAZIN.de

Wieviel Aufwand muss man für so einen regionalen Mega-Event betreiben?

Dr. A. Metzner: Der Aufwand ist nicht unerheblich. Zur Vorbereitung und für das Marketing ist der Aufwand zwar groß aber gut planbar, da sich dieser über das ganze Jahr verteilt. Kurz vor dem Event ist dann vor allem Personaleinsatz vom Bauhof gefragt, um Stromkästen aufzustellen, Wasseranschlüsse zu verlegen, die Parkplätze zu beschildern, die Beleuchtung zu installieren. Nach dem Fest muss dann natürlich zeitnah alles wieder abgebaut werden, da am Campingpark ja Badebetrieb ist. Aus finanzieller Sicht ist der Aufwand nicht unerheblich, da muss man einen guten 5-stelligen Betrag ausgeben … und dann hoffen, das genug Besucher kommen, damit man kein Defizit produziert.

Nach welchen Kriterien wird das Programm gestaltet?

Dr. A. Metzner: Ein festes Programm gibt es eigentlich nicht. Offizieller Beginn ist um 18 Uhr. Gegen 18.30 Uhr macht der Bürgermeister die offizielle Begrüßung auf der Bühne, manchmal sprechen dann noch Prominente Grußworte und die Miss Vulkania überbringt Grüße. Dieses Jahr gab es dann eine schöne Tanzvorführung, die richtig gut ankam. Tanz gab es früher schon mal, da gab es noch eine zweite Bühne, wo nur solche Vorführungen waren. Ab 19 Uhr gibt es Live-Musik mit zwei Musikgruppen, dazwischen um 23 Uhr das Feuerwerk. Um 2 Uhr ist die Veranstaltung zu Ende.7

Die Tanzeinlage fand große Beachtung (c) HESSENMAGAZIN.de
Die Tanzeinlage fand große Beachtung (c) HESSENMAGAZIN.de

Security... ist die wichtig / nötig?

Dr. A. Metzner: In der heutigen Zeit ist Security sowohl nötig als auch wichtig. Großveranstaltungen dieser Art benötigen auch ein Sicherheitskonzept, das speziell auf dieses Event zugeschnitten wird. Der Sicherheitsdienst kümmert sich sowohl um die Kasse als auch um den ruhigen Ablauf der Veranstaltung. Wobei wir eigentlich auch immer Polizei – meist 6 bis 8 Personen – vor Ort haben.

Mit fortschreitender Zeit und dem damit steigendem Alkoholkonsum kommt es leider immer mal wieder zu Unstimmigkeiten zwischen Besuchern oder es wird randaliert. Da ist Security schon sehr wichtig, da z.B. direkt am Festgelände auch vermietete Mobilheime stehen und der übrige Campingpark im Sommer meist voll belegt ist. Wichtig ist auch die Kontrolle am Zugang, dort werden u.a. die mitgebrachten Getränke konfisziert und es gibt auch eine Kontrolle auf  Drogen, die leider manche Gäste meinen mitbringen zu müssen – hier kommt dann meist aber auch die Polizei ins Spiel.

Am Eingang wird Sicherheit geboten (c) HESSENMAGAZIN.de
Am Eingang wird Sicherheit aufgeboten (c) HESSENMAGAZIN.de

Gibt es Sponsoren, die sich an den Kosten beteiligen (dadurch niedriger Eintritt)?

Dr. A. Metzner: Ja, die OVAG spendet eine kleine Summe und ist dafür auf Flyern und Postern mit dem Logo vertreten. Zudem wird ein Banner im Eingangsbereich des Campingpark aufgehängt. Der Eintritt ist mit 4 Euro schon sehr günstig, wird aber wohl im nächsten Jahr auf 5 Euro erhöht werden müssen, da uns die Kosten sonst über den Kopf wachsen.  Das ist aber immer noch sehr günstig, wenn man schaut, was dafür geboten wird.

Quelle Fragen und Fotos im Juli 2018: Brigitta Möllermann :-)

 

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