[Vogelsberg] Mitten in Deutschland tragen ein hessisches Mittelgebirge und ein Landkreis denselben Namen: Vogelsberg. Für den einen ist der Vogelsberg eine Mountain Range (= eine Reihe von "hohen" Kämmen und Berggipfeln, entlang einer Linie angeordnet und durch hohes Gelände verbunden ... Wkipedia ;-). Für andere ist er eine Region, deren genaue Umriss-Grenzen zwar keiner genau kennt, die man trotzdem seit Jahren versucht, an Touristen zu vermarkten.
Doch nur die reichlich vorhandene, menschen-gemachte Kulturlandschaft des Naturparks anzubieten, reicht nicht aus. Man braucht auch Schlechtwetterangebote, also Besucherhighlights (Leuchttürme) und irgendwie ein wiedererkennbares Image.
Eine der ersten gelernten Touristikerinnen - Uta Nebe - setzte von 2002 bis 2014 auf Wandern und Radfahren. Mit ihr wurde man bewußt, Tourismus ist ein Wirtschaftfaktor. Und so wurden Naturparkführer*innen geschult, Wanderrouten sowie die Bonifatius-Route als Pilgerweg konzipiert und auf einer stillgelegten Bahnstrecke ein kilometerlanger Radweg angelegt, der Vulkanradweg.
Diese Maßnahmen galten als Motor für die touristische Entwicklung. Gleichzeitig machte Nebe den einheimschen Gastromen und Bettenanbietern klar, dass ein gewisser Qualtitätsstandard erforderlich ist und Übernachtungen in Omas alten Betten out bzw. ein abolutes NoGo sind.
Danach ging es mit mehreren Angeboten munter weiter
Um den Touristen Ausflüge auf das Land schmackhafter zu machen, bietet die Verkehrsgesellschaft Oberhessen in der Saison spezielle Busse mit kostenlosem Radtransport an. Seit Jahren werden die Vulkan‑Express‑Busse jedes Wochenende sowie an Feiertagen vom 1. Mai bis einschließlich 31. Oktober eigentlich recht gerne in Anspruch genommen.
Nach der Naturpark-Strategie mit dem Leitbild des sanften Tourismus und der Umweltbildung in Naturschutzgbieten wurde 2017 die Sache getoppt durch den Bau des Vulkaneums in Schotten. Das Regionalprojekt soll als zentraler Erlebnisort das Profil des Vogelsbergs stärken und sich nahtlos in die touristische Gesamtstrategie einfügen.
Erklärtes Ziel ist es, den Vogelsberg als größtes Vulkangebiet Mitteleuropas touristisch sichtbar zu machen
Der Vulkan ist das identitätsstiftende Element für den Vogelsberg - unter anderem zusätzlich durch den kurzfristig auflebenden Geotourismus: Das heißt, einer gezielten Vermittlung der vulkanischen Entstehungsgeschichte, dem Ausbau von Geopfaden, Infopunkten und geologischen Erlebnisstationen.
Die aktuelle Tourismusstrategie Vogelsberg 2030+ setzt auf Entschleunigung, Natur und Authentizität
Trotz zentraler Lage in Hessen und vielen Outdoor-Angeboten steht der Tourismus unter Druck - u. a. aufgrund seiner immer noch geringen Bekanntheit des Vogelsbergs und seiner strukturellen Probleme.
Ein engagierter unternehmensberatender Experte empfiehlt deshalb - wie alle anderen vor ihm - gezielte Investitionen in Infrastruktur und touristische Schlüsselprojekte, um die Region zukunftsfähig zu halten. Und das mit klarem Naturfokus als entschleunigtes Gegenmodell zu urbanem Stress sowie Betonung auf Regionales und Nachhaltigkeit.
Dazu wird ein neues Corporate Design vorgestellt, das den Vogelsberg als „Raum fürs Echte“ positioniert. Besucher*innen sollen angezogen werden über die besondere Ruhe, die weite Landschaft und viel Ursprünglichkeit.
Landrat Mischak und Landrätin Schneider aus dem Gießener Landkreis betonen zusätzlich die Bedeutung interkommunaler Zusammenarbeit, gemeinsamer touristischer Arbeitsgemeinschaften und die Nutzung vielfältiger Fördermittel.
Die Pressemeldung dazu: KLICKmal.
Das auch noch
Unsere bisherigen Dokumentationen: www.hessenmagazin.de/der-vogelsberg-ist-kult.html <-KLICK
Rückblick auf 2018 <-KLICK
Quelle: Brigitta Möllermann, HESSENMAGAZIN.de





















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