[WELT] Am 28. März findet wieder eine "Earth Hour" statt, die weltweite vom WWF <-KLICK initiierte Klima‑Aktion, bei der seit 20 Jahren um 20:30 Uhr Ortszeit für eine Stunde das Licht ausgeschaltet wird – auch in Deutschland, wo sich diesmal rund 500 Städte beteiligen. (Außer im Vogelsberg, aber da ist es ja eh meist dunkel ohne die Straßenlaternen im Ort.) Rundherum haben sich nur Fulda, Büdingen und Friedberg zum Mitmachen entschlossen.
Medien berichten über die Earth Hour – von bundesweiten Nachrichten bis zu regionalen Zeitungen. Besonders aktiv sind BR24, Gießener Allgemeine, Schwäbische Zeitung, ANTENNE BAYERN, news.de und internationale Wetter‑Portale wie Weather.com. In den regionalen Nachrichtenportalen des Vogelsbergs taucht heute keine spezifische Meldung zur Earth Hour auf. Weder FFH, Oberhessen‑Live, Osthessen|News noch die Oberhessische Zeitung berichten aktuell über lokale Aktionen, Veranstaltungen oder Beteiligungen.
AHA!
Mit der wachsenden Resonanz auf die Earth Hour mehren sich übrigens auch kritische Stimmen aus Wissenschaft und Wirtschaft. Sie warnen vor möglichen Risiken für die Stromversorgung, sollten Millionen Haushalte gleichzeitig das Licht ausschalten. Die Netzbetreiber widersprechen jedoch entschieden: In sämtlichen bisherigen Aktionen blieb das Stromnetz stabil, Störungen traten nicht auf!
Gleichzeitig wird die Earth Hour zudem von einigen Organisationen als pure Symbolpolitik bewertet. Einmal jährlich für 60 Minuten das Licht auszuschalten, reiche nicht aus, um spürbare Effekte zu erzielen. Nachhaltige Maßnahmen seien deutlich wirksamer – etwa der breite Einsatz von Energiesparlampen oder der Umstieg auf Ökostrom...
Wir schauen mal auf die Kehrseite der Medaille
NABU‑Pressemitteilung (27.03.2026)
Der NABU Hessen nutzt die Earth Hour am 28. März als Anlass, zu mahnen, dauerhaft auf die nächtliche Anstrahlung von Gebäuden und Baudenkmälern zu verzichten. Laut Landesvorsitzendem Maik Sommerhage verschwendet künstliche Außenbeleuchtung Energie und schadet Insekten, Fledermäusen, Zugvögeln und anderen nachtaktiven Tieren.
Mit Beginn der Sommerzeit startet die Hauptflugzeit vieler Insekten, die durch grelles Kunstlicht besonders gefährdet sind. Auch Menschen leiden unter zunehmender Lichtverschmutzung, die den Schlaf beeinträchtigen kann.
Der NABU betont, dass nächtliches Kunstlicht Lebensräume stört, Tiere desorientiert und den Sternenhimmel verblassen lässt.
Mehr Beleuchtung erhöhe entgegen der allgemeinen Annahme nicht die Sicherheit; sinnvoller seien warmes Licht und Bewegungsmelder. Der Verband fordert deshalb Kommunen, Kirchen und Unternehmen auf, Verantwortung zu übernehmen und Lichtverschmutzung zu reduzieren.
Quelle: NABU Hessen
Und nun - was machen Sie und wir?
Decken wir unsere LED-Lämpchen im Garten ab und setzen uns bei Kerzenlicht zum Teetrinken ins dunkle Zimmer bzw. marschieren ohne Kopf- oder Taschenlampe Richtung Wald oder bewältigen verbotenerweise den Heimweg im Auto ohne Fahrlicht?
Wir lassen es Sie bei Gelegenheit wissen, denn heute Abend um 20.30 Uhr ist es hier im Vogelsberg zwar schon dämmrig, aber noch nicht vollständig dunkel. Das heißt die Sonne ist schon untergegangen, der Himmel ist jedoch noch hell. Vollständig dunkel wird es erst deutlich später...

Quelle: Brigitta Möllermann, HESSENMAGAZIN.de





















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