[Vogelsberg] Unser Redaktionshund ist ein Energiebündel. Er kann sich von 0 (Rumliegen) auf Flitzen (10) in einem Bruchteil einer Sekunde hochdrehen. Schon beim G von "...eh" prescht er los, selbst wenn noch die Leine an ihm dranhängt. Es hat bis vor kurzem gedauert, bis wir erkannt haben, dass das nicht übersprudelnde Lebensfreude ist, sondern Durchgeknallheit.
Im Gegensatz zu seinem Vorgänger Leo, dem man die Welt nach und nach mit jedem Spaziergang weiter erschließen konnte, müssen wir nun den kleinen Corgi-Mix erst einmal vor zu vielen Eindrücken bewahren.
Diese Sorte Hund ist 1. ein rasanter "Schnellmerker" und 2. nicht führungswillig. Als Hütehund versucht er grundsätzlich, die Situation zu kontrollieren.... auf seine Weise: Durch gnadenloses Zerren an der Leine, kombiniert mit unangekündigtem Rennen im Kreis oder auch plötzlichem Stop, wenn er etwas von der Straße auflecken will.
Nach einiger Zeit ist er nicht mehr aufnahmefähig, hört unsere Kommandos nicht mehr und vibriert regelrecht beim hektischen Rumschnüffeln. Nun ist die Zeit der Omaspaziergänge gekommen mit Stehenbleiben, Durchatmen, "Michel sitz!"
Klar, dass ihm das nicht passt. Am Ende seiner Geduld versucht er uns anzuspringen, bellt plötzlich und zeigt ein hohes Erregungsniveau. In diesem Zustand kann er schlicht nicht mehr ruhig reagieren. Sein Körper ist auf „Vorwärts, jetzt sofort“ eingestellt – Adrenalin, Erwartung, Reize, alles gleichzeitig. Impulsive Rassen wie Corgis "flackern" dann regelrecht in diesem Modus.
Wir müssen jetzt umdrehen und den Spaziergang beenden, denn ab diesem Punkt lässt er sich nur noch mit Kraft und sehr kurzer Leine führen.
.... to be continued 
Quelle: Brigitta Möllermann, HESSENMAGAZIN.de





















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