[Vogelsberg] Es gibt nicht nur Straßensperren auf dem Land, sondern auch Waldsperren. Die veranlasst z. B. Hessenforst (unsere Landsforstverwaltung) oder das Naturschutzgroßprojekt Vogelsberg, ein staatlich gefördertes Umweltprojekt in Hessen, das sich dem Schutz und der Entwicklung der Kulturlandschaft des Vogelsbergs widmet. In Zusammenarbeit mit dem Forstamt Schotten stellen beide zurzeit ein rund 2,0 Hektar großes Niedermoor im Naturschutzgebiet Oberes Niddatal und Forellenteiche wieder her.
Während der Arbeiten ist mit Behinderungen für Wanderer und Spaziergänger zu rechnen
Pressemeldung dazu von HessenForst, Forstamt Schotten:
Nachdem von der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt in einem zwischen Poppenstruth und Hoherodskopf liegenden Fichtenbestand oberhalb der Forellenteiche renaturierungswürdige Moorflächen identifiziert werden konnten, wurden als vorbereitender erster Schritt im September 2024 die nicht standortgerechten Fichten entfernt.
Nun sollen die Flächen wieder vernässt werden. Hierfür wird ab dem 1. September dieses Jahres das entwässernde Grabensystem durch den Einbau von Spundwänden und mit Erdmaterial aus dem Umfeld verschlossen.
Der Leiter des Naturschutzgroßprojekts Vogelsberg Johannes Euler erläutert „Moore stellen eine wichtige Kohlenstoffsenke dar. Deshalb ist die Renaturierung degradierter Moorflächen ein wichtiger Beitrag für den Klimaschutz. Sie sind außerdem bedeutende Lebensräume für viele seltene Tier- und Pflanzenarten."
Darüber hinaus finden im Bereich der Oberwaldstraße zwischen der Breungeshainer Heide und dem Bismarckturm ab September forstliche Maßnahmen statt. In einem Zeitraum von voraussichtlich zwei Wochen kann es auch hier zu Sperrungen von Waldwegen kommen.
Der Naturpark bittet um Berücksichtigung, dass der H-Weg nur eingeschränkt genutzt werden kann.
Der Dritte im Bunde ist der Naturpark Hoher Vogelsberg, inzwischen umbenannt zum "Naturpark Vulkanregion Vogelsberg" - der den Zweck hat, die Pflege der naturnahen touristischen Infrastruktur sicherzustellen - als da sind: Wege, Park- und Rastplätze, Loipennetz, Schutz- und Grillhütten und die Besucherlenkung.
Wikipedia verrät dazu: "Auf dem Gipfel des Hoherodskopfs besteht ein Naturschutz- und Informationszentrum, das als Gemeinschaftsprojekt des Naturparks mit dem Geopark Vulkanregion Vogelsberg betrieben wird."
So what . KLICKmal
Abgesehen davon, dass der eigentliche Gipfel des Hoherodskopfs in Wirklichkeit aus ein paar unbeachteten Felsbrocken zwischen Bäumen am Rande des Gipfelplateaus besteht, taucht an dieser Stelle nun noch als vierter Mitspieler der Geopark auf. Er wird seit seiner Anerkennung in 2020 von der "Vulkanregion Vogelsberg Tourismus GmbH" ab 2021 mit verwaltet. Mehr dazu: www.geopark-vogelsberg.de.
Vier gegen einen (Wanderer / Spaziergänger)?
Mal Hand hoch, wenn Sie, liebe/r Leser/in wissen, WO Sie sich beim Luftschnappen im Mittelgebirge Vogelsberg jetzt auf Umwege einrichten müssen :-)
Als wir unseren kleinen Reise- und Erlebnisführer "VulTOUR - Rund um den Hoherodskopf" schrieben, war uns das auch nicht alles geläufig. Selbst GoogleMaps zeigte die Gegend lange noch nicht deutlich. Deshalb mussten wir den Rundwanderweg H (für Höhenweg / Hoherodskopf) tatsächlich per Schrittzähler und in Begleitung einer Naturführerin suchen ... und finden. Er wurde einst vom traditionsreichen Wanderverein, dem Vogelsberger Höhen-Club (VHC) eingerichtet und markiert.
Falls ich jemand einarbeiten möchten ins Thema: Noch verfügen wir über ein paar Exemplare aus unserer Entdeckerzeit: KLICKmal.
Quelle: Brigitta Möllermann, HESSENMAGAZIN.de