[Vogelsberg] Da geistert eine Meldung durch die Medien: Der Grundwasserspiegel in Deutschland ist gesunken. Wir steuern also mal wieder auf wüstenähnliche Zustände im Sommer zu. Das bedeutet, wir können unseren plumpen IBC-Regentank nicht entsorgen, sondern sollten ihn irgendwo nutzbringend unterbringen.
So begann das Drama - bislang noch ohne Ende
Der 1000-Liter-Container (dunkel mit Sonnenschutz) wurde an eine Ecke des Carports geschleppt, wo er das ablaufende Regenwasser auffangen soll. Der Anschluss an die Regen- bzw. Dachrinne wurde zuerst mit einem Bauschlauch (stabile Plastikfolie in ganz lang) plus Kabelbinder bewerkstelligt. Dann startete die Suche nach den passenden Anschlüssen und Verbindungsstücken = Fittings.
Zu allererst mussten wir die Größe des geplanten Abflussrohres unterhalb der Rinne herausbekommen. Mit einem Reststück bewaffnet, durchstöberten wir den nächsten Baumarkt, Abteilung Sanitär. Naja, auch noch "Garten" oder "Bewässerung" oder "Wassertechnik"... etc...
Irgendwo fanden wir graue Rohre an der Wand. Schildchen am Regal gaben Auskunft über die Größen. DN, also: Diamètre Nominal - Nennwert von 40 für Waschmaschinen, 50 auch in biegsam, ungewöhnliche 90, gebräuchliche 100 (bzw. 110!) auch KG-Rohre in orange zum Einbuddeln bis DN 150 für Zisternen.
Und um verschiedene Rohre - in unserem Fall aus Kunststoff - zu verbinden, sucht man entsprechende Muffen zum Drüberstecken für gleiche Teile, Reduzierstücke für unterschiedliche oder Winkel in Y- oder T-Form und Bögen mit unterschiedlichen Krümmungen (15% bis 90 %) heraus.
Hinweis: Für ungeschulte Heimwerker wurden arbeitserleichterne Selbstbau-Systeme erfunden: Marley - INEFA - und so weiter. Das hilft ungemein, so wie auch bestimmte Infoseiten, die man aber erst versteht, wenn man schon etwas Ahnung hat: KLICKmal.
Es stellte sich heraus: Wir benötigten ab der bereits angebrachten Regenrinne in DN 100 mit vorhandenem Rinnen-Ablaufstutzen (inklusive Reduzierung auf DN 75 - hat Helfer01 so eingekauft...) zu unserem geplanten, möglichst flexiblen "Fallrohr" in DN 50 eine weitere Reduzierung. Ein Fallrohr ist übrigens das Ding "gerade ohne Bögen oder Winkel" das Wassser abwärts leitet. Unsere Recherche hatte ergeben, flexible HT-Rohre für "umme Ecke oder schräg runter zu legen", gibt es nur bis DN 50.
Helfer02 war entsetzt. Das "dünne" HT-Rohr - eigentlich sowieso nur für Innenwasserleitungen!!! - kann bei sturzbachähnlichem Regen die Wassermassen nicht aufnehmen. Also muss MINDESTENS DN 75 her! Kein besonders großes Problem, denn auch unseren neuen IBC-Fass-Tank-Deckel gibt es mit einem Filter in dieser Größe zu bestellen. Passende HT (Hochtemperatur) Fallrohre und Bögen sind standardmäßig im Baumarkt zu bekommen. Die IBC-Deckel in verschiedenen Größen allerdings nicht - und schon gar nicht mit Filter!
Filtern aber MUSS sein, da von der Dachrinne allerlei Schmutz ins Fass gepült wird, der u. a. den Ablasshahn (unten am Fass / Container) sehr leicht verstopfen kann... Was er beim ersten "Probelauf" gleich unter Beweis stellte, als er nach Entfernung aus dem Ablauf beim Regen einen Schwall Schlamm ausspuckte.
Infos dazu: KLICKmal
Ganz nebenbei notierten wir sicherheitshalber zum Zwecke des Nachkaufs die Bezeichnungen für unseren IBC-Einlaufdeckel: Nennweite DN 150 - und Auslauf: Nennweite 50 mit Gewinde S60*6 - alllerdings nicht wie erhofft - nahtlos kompatibel mit anderen Nennweiten alternativen Materials... *seufz*
Die nächsten Probleme tauchen auf...
Wasserzapfen, Überlauf und Entleeren vor dem Winter
Helfer02 empfahl bei einer Besichtigung der leider nicht komplett wasserfassenden Carport-Dachrinne, den Container auf 2-3 Euro-Paletten zum Gießkannen-unterstellen hochzubocken. Diese gräßlich-häßliche Methode konnte Gottseidank aufgrund der nun schon vorhandenen schweren Wasserfüllung nicht mehr vorgenommen werden. Außerdem war sowieso längst ein "Schwanenhals", sprich: verlängerter Zapfhahn mit zweitem Auslauf bestellt, den wir online beim Recherchieren entdeckt hatten.
.
Links: Schwanenhals mit angeschlossenem Gartenschlauch - Rechts: IBC-Tankdeckel mit Filtern und Anschluss-Rohren (c) HESSENMAGAZIN.de
Die Schuld für das "Nebenrauslaufen" des Regenwassers wurde dem Polycarbonat-Welldach unseres Carports zugeschoben. Schön durchsichtig, aber wohl nicht ausreichend überstehend, um das Heruntertropfen zu verhindern. Das bedeutet, hier muss eine Verlängerung her...
Im gleichen Atemzug fiel uns ein, dass das Fass ja auch irgendwann einmal randvoll sein könnte. Also kramten wir das Internet durch nach einer Möglickeit, eine Überschwemmung im Carport zu verhindern, ohne ein Loch in die Kunstsstoff-"Blase" des Tanks für ein Rohr oder eine Ablaufschlauchhalterung bohren zu müssen. (Uns erschloss sich nämlich nicht, wie das nötige Gegenstück anzuschrauben wäre...)
Irgendwann kam uns die Idee, die Abzweigung bzw. Serviceöffnung im Rohrstutzen des Tankdeckels zu diesem Zweck zu nutzen... Toll, doch nichts passte richtig hinein, was wir gerne verwendet hätten - etwa mit einem netten Look in die Richtung eines Gartenteichs...
Das Internet bzw. die befragte KI brachte uns die Erleuchtung. Damit ist das Problem zwar noch nicht gelöst, aber jetzt klar, warum es eins ist: Für DN 75 braucht man einen Adapter oder notfalls eine Reduzierung 75→50 für "Schlauchnippel" oder "-tülle"... Ein Wort, das übrigens kein Baumarktmitarbeiter kennt!
Im Internet ist Solcherlei in DN 40 bis DN 50 zu bekommen (KLICKmal). ABER nur für Schläuche bis ca. 25 mm Durchmesser. Wir brauchen jedoch laut KI für Sturzbäche aus unserem 1000-Liter-Fass einen wetterfesten, UV-beständigen Schlauch mit 40 bis 50 mm Durchmesser.
Autsch. Ab nun bewegen wir zusätzlich uns im Zollbereich der Wasserrohre mit angegebenen 1/8" bis 10" und Millimeter-Innenweiten von Schläuchen. Zur Tabelle, die bestimmt niemand auswendig kennt: KLICKmal.
Bei unserem nächsten Baumarktbesuch stellte sich heraus, in Gartenabteilungen ist meistens der "stabilste" bzw. weiteste "Druck-Spiral-Schlauch" mit maximal 38 mm zu bekommen. Einen Teich-Rippenschlauch oder Saugschlauch mit 40 oder 50 mm gibt es dort, wo auch Landwirte einkaufen.
Nun könnte man vielleicht Passendes errechnen, WENN
- die Rohr-Nennweite DN 50, also 2" innen 53,0 mm und außen 60,6 mm bei einer Rohrwandstärke von 3.65 mm ergäbe so ähnlich wie HIER <-KLICK.
- oder eine andere genannte Version mit Rohr-Nennweite DN 50 innen 45 mm und außen 51,5 mm beträgt oder doch etwa so wie HIER <-KLICK.

Die Geschichte mit dem Schlauch beschäftigt uns im Moment noch hinreichend. Anschließend wird uns die "Fassumleitung im Winter" beschäftigen.
Das ist das klassische Spätherbst-Dilemma: Das IBC-Fass muss vor dem ersten Frost komplett entleert und der Zulauf gesperrt werden, damit das gefrierende Wasser das Fass nicht sprengt. Das Wasser vom Dach kommt im Winter aber trotzdem – und das nicht zu knapp. Um das Wasser im Winter sicher loszuwerden, gibt müssen wir noch das Ziel der Ableitung bestimmen.
... Fortsetzung folgt.
Quelle: Brigitta Möllermann, HESSENMAGAZIN.de




















180.jpg)










