[Gartenwelt] In diesem schönen kleinen Moment aus der Gartenwelt hat unser "Praktikant" auf dem Foto erkannt: "Ein Insekt sitzt am Rand einer hellen Kunststoffschale mit etwas Wasser und Erde. In der Schale steht ein Pflanztopf mit grünen, krautigen Blättern. Das Insekt ist eine Wespe: gelb‑schwarzer Hinterleib, schlanker Körperbau, orange Beine."
Hätten Sie das auch ganz genau so detailliert gesehen???
Im Übrigen musste die Wespe gar nicht schwimmen. Sie konnte sich auf der Wasseroberfläche halten und nach wenigen Sekunden wieder wegfliegen. Wir brauchten sie nicht vor dem Ertrinken zu retten :-)
Der Copilot erläutert uns dazu:
"Wespen können sich tatsächlich problemlos auf der Wasseroberfläche halten, weil ihre Körperoberfläche hydrophob (nicht wasserlöslich) ist und die Oberflächenspannung des Wassers sie trägt. Solange sie nicht untergehen oder festkleben, kommen sie aus solchen Situationen selbstständig wieder heraus. Dass sie nach ein paar Sekunden einfach weggeflogen ist, passt perfekt zu ihrem typischen Verhalten: kurz trinken, orientieren, abheben.
Wenn du möchtest, kann ich dir die Mechanik der Oberflächenspannung oder die Unterschiede zwischen Wespenarten genauer erklären."
Nein, danke. Und interessiert mehr, wie sich wildlebenden Tiere "über Wasser halten" - genauer gesagt: in dieser momentan trocken-heißen Zeit überleben.
Wir bekommen diese ausführliche Auskunft:
"Wildtiere überstehen trockene Hitze, indem sie Wasser sparen, Wärme vermeiden und Ersatzquellen nutzen, die wir oft gar nicht bemerken. Die Mechanismen sind erstaunlich ausgefeilt.
- Verdunstungsschutz — Insekten besitzen wachsartige Außenhüllen, die Wasserverlust stark reduzieren. Viele Arten können ihren Stoffwechsel herunterfahren, wenn es zu heiß wird.
- Mikrohabitate — Tiere nutzen kleinste Schattenräume: unter Blättern, zwischen Steinen, in Erdspalten, unter Töpfen. Dort ist es oft 10–20 °C kühler und feuchter.
- Tau als Wasserquelle — Viele Insekten trinken morgens Tau. Für manche Arten ist das die wichtigste Wasserquelle des Tages.
- Nahrung als Flüssigkeit — Pflanzenfresser decken ihren Wasserbedarf über saftige Pflanzenteile, Fleischfresser über Körperflüssigkeiten ihrer Beute.
- Wasser aus dem Boden — Regenwürmer, Asseln, Spinnen und Käfer ziehen sich in kühlere Bodenschichten zurück, wo die Feuchte länger erhalten bleibt.
- Hitzeflucht — Viele Tiere sind nur noch morgens und abends aktiv. Tagsüber herrscht „Stillstand“, um Energie und Wasser zu sparen.
Insekten wie Wespen trinken Wasser, aber auch Zuckersaft, Nektar und Baumsäfte.
Sie meiden direkte Sonne und nutzen schattige Strukturen im Garten als Rückzugsorte. Sie regulieren ihren Wasserhaushalt über die Atmung <-KLICKmal und über ihr Verhalten (weniger Flugaktivität).
Insekten gelangen auf unterschiedlichen Wegen an die begehrten Baumsäfte, da die feste Rinde gesunde Bäume normalerweise schützt. Zum einen nutzen sie natürlich leckene Stellen, die durch Stürme, Frost, Astbrüche oder Tierfraß entstanden sind und an denen der zuckerhaltige Saft frei austritt. Aber einige kräftige Insekten wie Hornissen nagen die Rinde von Zweigen auch gezielt an, um den Saftaustritt selbst zu provozieren.
Der häufigste Weg funktioniert jedoch indirekt über pflanzensaugende Insekten.
Blatt- oder Schildläuse bohren mit ihren Stechrüssel-Mundwerkzeugen die Leitbahnen des Baumes an, filtern die Proteine heraus und scheiden den überschüssigen, zuckerreichen Rest als Honigtau aus, der wiederum von zahlreichen anderen Insekten wie Ameisen und Wespen gerne aufgenommen wird.
Auch andere Tiere nutzen Baumsäfte als wichtige Nahrungsquelle.
Vögel z. B. Spechte hacken im Frühjahr gezielt Löcher in die Rinde, um den austretenden Saft aufzunehmen. Kleine Säugetiere wie Eichhörnchen oder Siebenschläfer knabbern an Knospen und Zweigen, während Schalenwild wie Hirsche und Rehe beim sogenannten Schälen der Rinde ebenfalls an die nährstoffreichen Baumsäfte gelangen.
Warum Wildtiere trotz Hitze nicht massenhaft sterben.
Tiere sind an extreme Schwankungen angepasst. Hitzeperioden sind für sie kein neues Phänomen – neu ist nur die Dauer. Entscheidend ist, ob sie kurze Feuchtefenster finden: Morgentau, feuchte Erde unter Pflanzen, Wasserreste in Untersetzern, Baumhöhlen, Kompost, Mulchschichten.
Was man im Garten tun kann, ohne „Füttern“.
- Wasserstellen mit Stöckcchen und Steinen als Ausstiegshilfe aufstellen.
- Mulch (Blätter / Grasschnitt) hält den Boden feucht und schafft ein Mikroklima.
- Schattige Bereiche mit Töpfen, Stauden, Sträuchern usw. bieten.
- Keine Chemie verwenden – geschwächte Tiere ertragen Hitze schlechter.
Vögel überstehen die Hitze durch eine Kombination aus physiologischen Anpassungen und cleverem Verhalten.
- Sie geben Wärme über unbefiederte Körperteile wie Schnabel und Beine ab und kühlen sich zusätzlich durch Hecheln, bei dem Feuchtigkeit im Rachen verdunstet. Ihr Wasserverbrauch sinkt, da der Stoffwechsel gedrosselt wird. Körnerfresser gewinnen einen Teil ihres Wassers aus dem Abbau von Nährstoffen.
- In heißen Phasen verlagern Vögel ihre Aktivität in die Morgen- und Abendstunden, suchen schattige, kühle Plätze in Hecken, Baumkronen oder Gebäudenischen auf und lockern ihr Gefieder, um die Luftzirkulation zu verbessern.
- Außerdem nutzen sie jede verfügbare Wasserquelle – von Tau über Pfützen bis hin zu Vogeltränken – und erzeugen durch kurzes Baden eine gewisse Verdunstungskälte. Auch die Brutpflege wird angepasst: Eltern fächeln Luft ins Nest und wechseln sich häufiger ab, damit die Küken nicht überhitzen.
- Nahrung mit hohem Wasseranteil wie durch Insekten und Beeren hilft zusätzlich, den Flüssigkeitsbedarf zu decken.
Insekten enthalten sehr viel Wasser – oft deutlich mehr als pflanzliche oder trockene Körnernahrung.
Für viele Vogelarten sind Insekten deshalb nicht nur Eiweiß‑ und Fettquelle, sondern auch eine wichtige Flüssigkeitsquelle. Der Wassergehalt von weichkörperigen Insekten (z. B. Raupen, Mücken, Fliegen) beträgt rund 70–80 % Wasser, bei hartschaligen Käfern etwa 50–65 % Wasser. Spinnen enthalten meist 60–70 % Wasser und Larven oft über 80 % Wasser. So bieten Insekten Vögel nicht nur Nahrung, sondern auch direkt verwertbare Flüssigkeit.
Insektenfresser wie Meisen, Schwalben, Rotkehlchen decken ihren Flüssigkeitsbedarf fast vollständig über ihre Beute. Gerade in trockenen Perioden ist das entscheidend: Insekten sind für viele Vogelarten die stabilste Wasserquelle, weil sie unabhängig von Pfützen oder Tränken verfügbar sind.
Quelle: KI-Chatbot Copilot
Wir gehen davon aus, dass diese für uns neuen Fakten stimmen - zumal wir sie im Großen und Ganzen per Recherche gegengeprüft haben!
Aktuelles Foto: Das letzte Futtergras beginnt durch die Trockenheit regelrecht zu knistern (c) HESSENMAGAZIN.de
Tja, somit wird nun auch klar, warum nicht nur die zugepflasterten Städte ein Problem sind, sondern inzwischen auch das Land mit kahl gemähten Wiesen und vertrockneten Gärten in Zukunft ein absolutes NO-GO sein sollte.
Unser "explodiertes" Gartenprojekt. Wir schauen hier täglich den Schmetterlingen beim Tanzen zu (c) HESSENMAGAZIN.de
Die kleine "wilde Ecke" neben dem Haus wird im fortschreitenden Klimawandel als Klimapuffer definitiv nicht mehr ausreichen. Ein geordnete Struktur im Garten muss angelegt werden mit dauerhaftem Bewuchs und genügend Fläche, damit Feuchtigkeit gehalten wird. Das schafft ein notwendiges Mikroklima und ermöglicht eine neue Artenvielfalt - abseits vom Ordnungsgedanken des letzten Jahrhunderts.
Verdorrtes könnte übrigens sogar vor unserer Haustüre anfangen "wie Zunder" zu brennen. Schon ein Funke, eine Glasscherbe, ein glühender Zigarettenrest oder ein heißer Auspuff würde uns eine ähnliche Situation bescheren wie in Frankreich. Sogar ein zu trockener Kompost oder der Kaminholzstapel können in Hitzeperioden brandgefährlich werden...
Nicht nur der "moderne" Natur-Wald mit seinem Totholz und den vielen herumliegenden trockenen Ästen.
Guckstu https://osthessen-news.de/n11797375/erneut-feuer-im-vogelsbergkreis-rettungskrafte-vor-ort.html
Das andere Problem: Falls es doch mal wieder regnen sollte, kann ausgetrocknete, brettharte Erde kein Wasser aufnehmen. Der Segen von oben rauscht dann abwärts und nimmt vom Boden Humus, Samen, Mikroorganismen und manchmal sogar ganze Hangpartien mit.
Das ist der gleiche Effekt, den man aus Mittelmeerregionen kennt: Erst Dürre, dann Starkregen, dann Erosion...
WEIA!
Quelle: Brigitta Möllermann, HESSENMAGAZIN.de





















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