In Deutschland fallen reife Walnüsse Ende September bis Ende Oktober von den Bäumen. Diese stehen meist einzeln in Gärten oder auf Bauernhöfen. Gewerbliche Walnussplantagen gibt es in Europa vor allem in Frankreich, Italien und Ungarn. Bei uns finden sich eher kleine Erzeugerbetriebe, die meist Bioanbau betreiben. Im Handel stammen die Walnüsse überwiegend aus den USA, das Hauptanbaugebiet liegt in Kalifornien.
Der Name Walnuss geht auf die frühere Bezeichnung „Welschnuss“ zurück; den Begriff „Welsche“ nutzten die Germanen für Kelten, Römer und Gallier. Aus deren Heimat kam die Walnuss nach Deutschland.
Walnüsse enthalten zwar viel Fett, sind aber eine wertvolle Ergänzung einer ausgewogenen Ernährung. Denn das Fett enthält viele ungesättigte Fettsäuren, darunter auch Omega-3-Fettsäuren. Diese können die Blutgefäße elastisch halten und vor Herz-Kreislauferkrankungen schützen. Außerdem stecken Proteine, Ballaststoffe, Vitamin E, B-Vitamine und die Mineralstoffe Kalium, Zink, Magnesium, Eisen und Kalzium darin.
Walnüsse gehören laut einer Übersichtsstudie der Universität Oxford aus 2022, unter Leitung von Professor Dr. Michael Clark, zu den umweltfreundlichsten Nüssen. Denn sie verbrauchen weniger Wasser und verursachen weniger CO2 als andere Nüsse. Wer zu europäischen Walnüssen greift, kann diesen Vorteil noch vergrößern.
Im September und Oktober lohnt sich ein Blick auf das Angebot auf Wochenmärkten und bei regionalen Erzeugern, die ihre Waren oft auch online direkt ab Hof anbieten. Frische Walnüsse haben eine unbeschädigte Schale. Klappert der Kern beim Schütteln, kann das auf eine ungenießbare Nuss hinweisen. Ganze Nüsse sind getrocknet mehrere Monate lang haltbar und lagern am besten in einem kühlen, dunklen und trockenen Raum. Bei längerer Lagerung am besten regelmäßig wenden und auf Schimmel und Schädlingsbefall kontrollieren.
Bei geschälten Walnüssen kommt es besonders auf die richtige Lagerung an, sonst verlieren sie schnell an Aroma, schimmeln oder werden ranzig. Geöffnete Packungen fest verschlossen, dunkel, kühl und trocken aufbewahren. Wie lange die Nüsse haltbar sind, hängt unter anderem von Verpackung und Lagerbedingungen ab. Deshalb empfiehlt es sich, die Angaben auf der Packung zu beachten. Am besten vor dem Verzehr die Nüsse mit allen Sinnen prüfen: Riechen sie muffig, sind verfärbt oder schmecken ranzig, sollten sie nicht mehr gegessen werden. Auch sichtbarer Schimmel oder Schädlingsbefall sind ein Grund, die Nüsse zu entsorgen.
Walnnusskerne sind ein praktischer Snack für zwischendurch. Eine Handvoll – etwa 25 bis 30 Gramm - entspricht einer Portion. Sie schmecken pur, als Topping auf dem morgendlichen Porridge oder in einem Salat mit Chicoree oder Rotkohl, Orangen und Feigen. Auch in Plätzchen und Kuchen sorgen sie für Biss und ein feines Nussaroma.
Quelle Text: Julia Icking, bzfe.de


















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