[Hessen] Der Handelsverband Hessen e. V. erwartet für Halloween 2026 einen Umsatz von rund 56 Millionen Euro im hessischen Einzelhandel, was einem Anstieg von etwa 3,3 Prozent zum Vorjahr entspricht. Im Fokus der Ausgaben stehen insbesondere Dekoration, Lebensmittel und Getränke, während bei Süßwaren und Schminke geringere Umsätze eingeplant sind.
Trotz zurückhaltender Konsumstimmung bleibt Halloween ein stabiler Umsatzimpuls für den hessischen Einzelhandel. Verbraucherinnen und Verbraucher werden in diesem Jahr voraussichtlich rund 56 Millionen Euro für das Gruselfest ausgeben.
„Halloween hat sich längst einen festen Platz im Kalender erobert", erklärt Tatjana Steinbrenner, Vizepräsidentin Handelsverband Hessen e. V.. „Halloween lebt von Inszenierung und Erlebnis – und genau das kann der stationäre Handel besonders gut. Dekorierte Schaufenster, saisonale Sortimente und Aktionen machen den Einkauf zum Teil des Erlebnisses. Davon profitieren nicht nur einzelne Geschäfte, sondern auch unsere Innenstädte und Ortszentren.“
Quelle Text: Handelsverband Hessen
Gut zu wissen
Ein klassischer Halloween-Event setzt auf die perfekte Balance zwischen Grusel, Spaß und Gemeinschaft. Inspiriert von alten Legenden und modernen Popkultur-Phänomenen, verwandelt er den Abend des 31. Oktober in ein unvergessliches Erlebnis für Groß und Klein. Zur Vorbereitung auf diesen Tag werden oft gemeinsam Fratzen in Kürbisse geschnitten, die dann von innen beleuchtet vor den Häusern stehen.
Kinder verkleiden sich als schaurige Hexen, Gespenster oder Vampire und ziehen am Abend in Gruppen von Haus zu Haus. Dabei klingeln sie an den Türen, sagen Gruselsprüche auf und fordern unter dem Motto „Süßes oder Saures“ Süßigkeiten, wobei demjenigen, der nichts abgibt, ein kleiner Streich droht.
Halloween hat seinen eigentlichen Ursprung im keltischen Erntefest Samhain aus Irland und Schottland, das das Ende des Sommers und den Beginn des neuen Jahres markierte. Die Menschen glaubten, dass in dieser Nacht die Grenze zur Unterwelt offenstand, weshalb sie sich mit Masken tarnten und Feuer entzündeten, um böse Geister abzuwehren.
Irische Auswanderer brachten die Tradition im 19. Jahrhundert nach Nordamerika, wo die Rübenmaske durch den amerikanischen Kürbis ersetzt wurde. Über die Popkultur kehrte das Fest schließlich in den 1990er-Jahren in seiner heutigen, kommerziellen Form nach Europa zurück.
Das legendärste Halloween-Fest
Im Jahr 1977 veranstalteten US-Soldaten auf der geschichtsträchtigen Burg Frankenstein bei Mühltal im Odenwald die erste große Halloween-Feier, um ein Stück Heimatkultur nach Deutschland zu bringen. Aus dieser anfänglich kleinen Party entwickelte sich das größte und älteste Open-Air-Gruselfestival Deutschlands, das jährlich Zehntausende Horror-Fans anlockt.
Aufgrund einer umfassenden, mehrjährigen Sanierung der originalen Burg im Odenwald musste der Event im Jahr 2024 umziehen. Als neue Kulisse dient seither die weitläufige Burgruine Königstein im Taunus, die mit ihren düsteren Gewölben und dicken Mauern den perfekten, monumentalen Rahmen für die aufwendige Horrorshow mit ihren über 100 Live-Erschreckern bietet: www.frankenstein-halloween.de.
Das schnuckligste Halloween-Fest mit Runkelkuhdzen
Das Schlitzer Runkelrübenfest wird alle zwei Jahre am 31. Oktober in der osthessischen Burgenstadt Schlitz als traditionelle, familiengerechte Antwort auf das moderne Halloween gefeiert. Im Mittelpunkt des Events stehen auch 2026 die regional als „Runkelkuhdzen“ bezeichneten Futterrüben, die von Familien und Vereinen in gruselige oder kunstvolle Fratzen verwandelt und von innen mit Kerzen beleuchtet werden.
Im neuen Kulturviertel "Hahnekiez" beginnt um 16 Uhr ein buntes Markttreiben mit Gastronomieangebot sowie Live-Musik und Blasorchester-Auftritten. Nach dem feierlichen Entzünden aller Rübenlichter kürt eine Jury beim „Schlitzer Runkel Award“ das kreativste Schnitzwerk mit der Trophäe des „Goldenen Runkelstilzchens“, bevor Live-Bands den Abend gegen Mitternacht musikalisch abrunden. Um allen Besuchern das Mitmachen zu ermöglichen, ist der Eintritt frei, und die Stadt organisiert bereits an den Tagen vor dem eigentlichen Fest ein großes, öffentliches Rübenschnitzen inklusive Material. Mehr dazu: HIER <-KLICK.
Quelle: Brigitta Möllermann, HESSENMAGAZIN.de, Recherche: KI Copilot


















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