[Hessen] Film- und Medienproduktionen bringen Geld, Arbeitsplätze und Aufmerksamkeit in eine Region, heißt es. Denn, wenn in Hessen gedreht wird, profitieren nicht nur Filmschaffende, sondern auch Hotels, Gastronomie, Technikfirmen, Handwerks- und Verkehrsbetriebe und Dienstleister. Gleichzeitig wird für Sichtbarkeit gesorgt, was wiederum Tourismus, Image und Investitionen stärkt. Deshalb fördern Bundesländer Medien-Projekte nicht nur aus kulturellem Interesse, sondern auch aus wirtschaftlichen Gründen.
Die staatliche Filmförderung Hessens ist die "Hessen Film & Medien GmbH". Sie unterstützt künstlerische und kommerzielle Projekte und gehört zu 90 % dem Land Hessen und zu 10 % dem Hessischen Rundfunk. Im Jahr 2026 begeht sie ihr 10-jähriges Jubiläum. Ziel ist die hohe Qualität von Filmproduktionen, um "optimale Bedingungen für die hessische Kreativwirtschaft zu schaffen".
Neben Film-Werken mit künstlerischem oder erzählerischem Anspruch sind solche Vorhaben interessant:
- Audioformate nur mit Sprache, Geräuschen und Musik – also ohne Bild, wie z. B. Online Podcasts, Hörspiele, Reportagen, Interviews, Sounddesign, sprich: Klangszenen‑Projekte oder akustische Erzählformate
- Videos, bewegte Bilder vom Handyclip über YouTube-Dateien bis zu Präsentationen - kurz, spontan, informell oder funktional.
- Games - grafische Computer-Spiele mit Ton, Regeln und einer erfundenen Welt, in der man Aufgaben löst, Abenteuer erlebt oder Herausforderungen meistert.
- Animations‑Projekte - künstlich produziert mit gezeichneten oder computererstellten Bildern.
- VR‑Projekte (Virtual Reality) per Brille begehbare digitale Räume und Szenen, als wäre man mittendrin.
- Interaktives Storytelling: Es werden Geschichten konstruiert, bei denen Zuschauer aktiv mitgestalten können durch Klicks, Bewegungen oder Handlungen.
- PLUS: Ausbildungs‑ oder Nachwuchsprojekte in diesem Brereichen
Was das praktisch bedeutet
Filmschaffende können bei der Hessen Film & Medien GmbH Fördermittel beantragen. Weiterhin werden dort Beratung, Vernetzung und Services für Dreharbeiten geboten, wie Motivsuche oder Kontakte zu Behörden, Crews, Dienstleistern. Eigene Produktionskosten trägt man dagegen selbst, z. B. Drehgenehmigungen für Locations, Lohn für die Crew, Technikausstattung und Versicherungen.
Die Institution vergibt jährlich mehrere Millionen Euro. Wie viel ein einzelnes Projekt bekommt, hängt vom Programm, vom Bedarf und vom Projektumfang ab. Die Förderung kann alles abdecken – von der ersten Idee bis zum fertigen Film. Einreichfristen gibt es mehrmals im Jahr speziell für Festivals, Stipendien, Abschlussfilme, Nachwuchs oder Stoffentwicklung. Die Zeitfenster sind klar festgelegt und meist nur wenige Wochen lang.
Typisch sind kleine Projekte, die erhalten eventuell einige Tausend bis Zehntausend Euro. Film‑ und Serienproduktionen können sechsstellige Beträge bekommen. Große Kinoprojekte oder Serien liegen manchmal im hohen sechsstelligen Bereich.
Wie man ein Projekt angeht
Man startet, indem man das Vorhaben klar beschreibt, das passende Förderprogramm auswählt, die nächste Einreichfrist checkt und die nötigen Unterlagen vorbereitet. Danach reicht man diese ein und nimmt bei Fragen Kontakt zur Film Commission auf: www.hessenfilm.de/film-commission <-KLICK.
Ganz einfach 
Quelle: Brigitta Möllermann, HESSENMAGAZIN.de