Blick auf die Wetterau in unserem Hessenland

Mittwoch, den 26. Februar 2014 um 00:00 Uhr Gut zu wissen - Dossier: Natur und Umwelt
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Blick vom Glauberg Richtung Frankfurt (c) HESSENMAGAZIN.de
Blick vom Glauberg in Richtung Frankfurt (c) HESSENMAGAZIN.de

[Wetterau] Einst galt der flache Landstrich zwischen Vogelsberg und Taunus wegen der vielen Weizenfelder als "goldene" Kornkammer Hessens. Heute sieht man vom Glauberg in der östlichen Wetterau aus über rund 40 Kilometer zersiedelte Landschaft hinweg die Hochhäuser Frankfurts. Im Vordergrund stehen acht zeltartige Gär-Silos der "Anbauervereinigung Biogas Altenstadt". Anstatt auf das Korn für das tägliche Brot deutet solches auf die Produktion von Gas hin - plus das Problem mit Monokulturen* durch übermäßgien und wiederholten Maisanbau.

Erzeugung erneuerbarer Energien nennt man diese Vorgänge. Eigentlich eine lobenswerte Angelegenheit und ein Schritt in die Zukunft, wäre da nicht der "Pferdefuß" mit der Bodenausbeutung. Die früher als "fruchtbar" geltende Wetterau läuft Gefahr, durch Monokulturen ausgelaugt zu werden. Allein für Altenstadt haben sich 100 Landwirte vertraglich verpflichtet, Nachschub zu liefern: Gülle und gehäckselter Mais werden zu dort zu Biogas.

Ganz nebenbei könnte allerdings auch mal überschüssiges Gas explodieren, wenn irgendetwas schief geht. Doch bevor das geschehe, meinen die Betreiber, entzünde sich automatisch eine Fackel, die es abbrenne, bevor es austritt. Alles ganz sicher... Sicher!


Gut zu wissen

* Monokultur, auch Einfeldwirtschaft: Einseitige Konzentration in der Landwirtschaft auf ein einziges Produkt, wenn z. B. nur eine Nutzpflanzenart angebaut wird.

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