Reichlicher Regen im Juni und Juli ist ein Glücksfall für den Wald

Montag, den 23. Juli 2012 um 22:02 Uhr Gut zu wissen - Dossier: Natur und Umwelt
| Drucken |

Regen und Sonne über dem Vogelsberger Oberwald bei Ulrichstein (c) HESSENMAGAZIN.de[Hessen - Deutschland] Der andauernde Regen der vergangenen Tage und Wochen hat manchem Erholungsbedürftigen den Urlaub verdorben - doch für den Wald war er ein Segen. Der viele Niederschlag hat dem Wald sehr gut getan. „Wir haben diesen Sommer sattgrüne Wälder und auch die Vegetation am Boden und an den Waldrändern ist voller Kraft“, meint Christoph von Eisenhart Rothe, Landesgeschäftsführer der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) in Hessen. „Dies haben wir dem Regen zu verdanken, der meist gleichmäßig fiel und somit gut vom Boden aufgenommen werden konnte“.

Während die Landwirte dringend auf Sonne hoffen, um die Ernte einzufahren, hat das „schlechte Wetter“ dem Wald geholfen, das sehr trockene Frühjahr zu überwinden. In den Monaten Februar und März fiel teilweise nicht mal 50% des durchschnittlichen Jahresniederschlags. Auch der April und der Mai blieben hinter den Erwartungen zurück. Erst der Juni begann, den Mangel aufzuholen und sorgte für eine bessere Feuchtigkeit in den Böden.

Bei einem Waldspaziergang das fast noch frühlingshafte Grün zu erleben, ist ein besonderes Erlebnis. "Nun wünschen wir uns nur noch, dass sich die gute Entwicklung auch im Herbst im Waldzustandsbericht widerspiegelt“, meint der Landesgeschäftsführer, „denn da waren die Zahlen der letzten Jahre nicht erfreulich und der Waldzustand über lange Sicht leider recht schlecht!“

Quelle Text: SDW, Foto: (bm) HESSENMAGAZIN.de