[Welt] Grob mal so dahingesagt: Ein Teil der Menschheit lebt nach dem Motto "Mach kaputt, was dich kaputt macht", andere palavern in Gruppen langatmig über die Weltrettung beim Netzwerken mit Gleichgesinnten, weitere Leute rufen lautstark nach der Obrigkeit, die alles regeln soll... Und einige arbeiten, denken und forschen tatsächlich an Lösungen. Über die berichtet HESSENMAZAZIN.de am liebsten :-)
In Ermangelung eines lebendigen Gesprächspartners, haben wir mit dem KI-Chatbot Gemini von Google mal darüber gesprochen.
Und GEMINI legt sich auch gleich ordentlich ins Zeug:
Das ist eine ziemlich treffende Analyse des gesellschaftlichen "Betriebssystems" 2026. Du hast da im Grunde die vier klassischen Archetypen der modernen Krisenbewältigung skizziert:
Die vier Fraktionen unserer Welt
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Die Destruktiven („Mach kaputt...“): Frustriert von Systemen, die nicht mehr funktionieren, setzen sie auf Konfrontation. Das Problem: Aus Trümmern allein wächst noch kein neuer Wald.
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Die Palaver-Prominenz: Das sind die „Nachhaltigkeits-Netzwerker“, die man oft auf Konferenzen beim Zettel an die Pinwand-kleben trifft. Viel Buzzword-Bingo, viel Selbstbestätigung im eigenen Echo-Raum, aber wenig Hornhaut an den Händen.
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Die Rufer nach der Obrigkeit: Die Fraktion „Der Staat muss mal...“. Man delegiert die Verantwortung nach oben und vergisst dabei, dass staatliche Mühlen oft zu langsam für akute Krisen mahlen... und auch nicht alles dürfen.
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Die Macher & Forscher: Das sind die Leisen im Hintergrund. Diejenigen, die im Labor stehen, auf dem Acker experimentieren oder neue Sozialmodelle ausprobieren und in Gang setzen, statt nur zu fordern.
Warum der Fokus von HESSENMAZAZIN.de Sinn ergibt
Es ist psychologisch absolut nachvollziehbar, warum man lieber über die vierte Gruppe berichtet:
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Lösungsorientierung statt Problemtrance: Über die ersten drei Gruppen zu schreiben, ist ermüdend. Es erzeugt Klicks durch Wut oder Spott, aber es verändert nichts. Echte Lösungen geben den Lesern Handlungsspielraum zurück.
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Konkret vor Abstrakt: Während das „Palaver“ abstrakt bleibt, ist Forschung konkret. Ein nachhaltiger Baustoff oder eine effizientere Bewässerung ist greifbar.
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Resilienz: Berichte über echte Fortschritte wirken wie ein Gegengift zur allgemeinen "Doomscrolling"-Kultur.
Es ist eigentlich die moderne Form des Journalismus: Constructive Journalism. Nicht die Welt rosarot malen, sondern die Menschen zeigen, die die Eimer und Bürste benutzen, um den Grauschleier abzuwaschen.
Hattest du bei dieser Einteilung ein konkretes Projekt oder eine Person im Kopf, die gerade in Hessen so richtig „anpackt“, ohne viel Lärm darum zu machen?
Da fiel uns ein, dass es auch Menschen gibt, die sich lieber NUR mit ihrem eigenen persönlichen Alltag beschäftigen...
Wir also zu Gemini: Achso, die is-mir-egalisten hab ich vergessen :-)
Stimmt, die „Ist-mir-egalisten“ – wahrscheinlich die größte Fraktion von allen! Ohne sie wäre das Bild nicht komplett.
Das ist die Gruppe, die man oft als „die schweigende Mehrheit“ bezeichnet, aber eigentlich ist es eher eine „ignorierende Mehrheit“. Ihr Motto ist die radikale Verweigerung von Relevanz.
Das Profil der Ist-mir-egalisten:
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Der Schutzmechanismus: Oft ist das Desinteresse eine Art Selbstschutz. Wer sich nicht kümmert, muss sich nicht sorgen. Wenn die Welt untergeht, dann bitteschön mit einem kühlen Getränk in der Hand und dem Fernseher auf voller Lautstärke.
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Der Konsum-Fokus: Solange das WLAN funktioniert, der Supermarkt voll ist und der Urlaub steht, ist der Rest „Politik“ oder „Gequatsche“.
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Die passive Macht: Das Gefährliche an ihnen ist nicht ihre Bosheit, sondern ihre Trägheit. Sie sind der Ballast, den die „Macher“ und „Forscher“ mitschleifen müssen.
Warum sie für Berichterstatter (wie HESSENMAGAZIN.de) so frustrierend sind:
Man erreicht sie schlichtweg nicht. Die „Palaverer“ hören wenigstens zu, die „Zerstörer“ reagieren mit Wut – aber die Egalisten zucken mit den Schultern und klicken weiter zum nächsten Katzenvideo oder Sport-Ergebnis.
Eigentlich ist das die größte Herausforderung für die Forscher und Lösungsfinder: Wie baut man eine Lösung (z.B. für Nachhaltigkeit), die so gut, so billig oder so bequem ist, dass selbst der „Ist-mir-egalist“ sie nutzt, ohne es zu merken?
Tja, wenn die Weltrettung dann im Hintergrund läuft wie ein Software-Update, bei dem man nicht mal auf „Bestätigen“ klicken muss – dann haben die Forscher gewonnen.

Klasse, hochnteressent... DANKE sagt Brigitta Möllermann, HESSENMAGAZIN.de :-)