[Digitale Welt] Vorab: Digitale Abhängigkeit heißt, wir verlassen uns im Alltag sehr stark auf wenige große Internet‑Dienste und Plattformen – oft so sehr, dass wir ohne sie kaum noch etwas erledigen können. Zum Beispiel: Wir kommunizieren fast nur noch über WhatsApp. Wir lassen unsere Daten von Google oder Apple speichern. Wir kaufen über Amazon bei allerlei Händlern ein. Wir nutzen Facebook, Instagram oder X und YouTube, um informiert zu bleiben.
Hinter diesen Diensten, die wir täglich nutzen, stehen nur wenige große US‑Konzerne = Tech‑Konzerne
WhatsApp, Facebook und Instagram gehören Meta; Google kontrolliert Gmail, Android, Chrome und YouTube; Apple bestimmt mit iCloud und dem App‑Store große Teile unseres digitalen Alltags; und Amazon dominiert Handel und Cloud‑Infrastruktur. Dadurch bewegen wir uns in den Fängen weniger Unternehmen — genau das macht uns digital abhängig.
Wenn diese Firmen (Tech‑Konzerne) etwas ändern, Preise erhöhen, Daten sammeln oder Regeln festlegen, haben wir so gut wie keinen Einfluss. Die Kontrolle fehlt, weil sie über unsere Köpfe hinweg entscheiden, wie ihre Plattformen funktionieren. Wenn ein Dienst ausfällt oder Regeln ändert, sind wir sofort betroffen. Und es wird schwer, auszusteigen oder zu wechseln, weil ja „alle anderen“ dort sind.
Aus der Klemme kommt man raus, indem man Schritt für Schritt unabhängige, offene und datenschutzfreundliche Alternativen nutzt – z. B. Signal statt WhatsApp oder Firefox statt Chrome.
Seit vielen Jahren verzichtet Digitalcourage auf viele soziale Medien - so wie HESSENMAGAZIN.de auch 
Screenshot (c) Digitalcourage -> KLICK!
Jetzt hat ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis - (u. a. Chaos Computer Club, Wikimedia Deutschland, Digitale Gesellschaft, Epicenter.works, Mastodon und Nextcloud) eine Idee zusammen mit dem Autor Marc‑Uwe Kling entwickelt. Der verbindet öffentlich Humor, Gesellschaftskritik und politische Satire, indem er Themen wie Digitalisierung, die Macht großer Tech‑Konzerne, soziale Ungleichheit und und politische Kultur kommentiert.
Digitalcourage und die Initiative Save Social: Warnung vor der Machtkonzentration der Tech‑Konzerne
Gemeinsam ruft man zum Digital Independence Day (DI.DAY <-KLICK) auf – einem monatlichen Aktionstag für digitale Unabhängigkeit. Nach dem Auftakt am 4. Januar findet der folgende DI.DAY am 1. Februar 2026 statt und danach immer am ersten Sonntag im Monat.
Ziel ist es, Menschen zu ermutigen, Schritt für Schritt von monopolisierten US‑Plattformen zu demokratiefreundlichen digitalen Alternativen zu wechseln.
Auf di.day finden sich leicht verständliche „Wechselrezepte“ – etwa von Gmail zu Posteo, von WhatsApp zu Signal oder von Chrome zu Firefox. Lokale Veranstaltungen unterstützen beim Umstieg. Die einfache Formel: Jeden Monat einen Wechsel ausprobieren – und digitale Abhängigkeiten Schritt für Schritt abbauen.
LINK: https://di.day/
Gut zu wissen: Digitalcourage engagiert sich seit 1987 für Grundrechte, Datenschutz und eine lebenswerte Welt im digitalen Zeitalter.... ist gemeinnützig, finanziert sich durch private Spenden und lebt durch die Arbeit vieler Freiwilliger.
Quelle: Digitalcourage.de / Recherche: KI Copilot / Zusammenstellung: Brigitta Möllermann, HESSENMAGAZIN.de