Vogelsberger Gestalten: Wo sind sie alle hinverschwunden?

Sonntag, den 31. Mai 2026 um 09:49 Uhr VB - Der Vogelsberg ist Kult
| Drucken |

Mystischer Vogelsberg - KI-generiert (c) Copilot[Vogelsberg] Was weiß man über den Vogelsberg...? Dass der Hoher(r)odskopf ein Naturschutzgebiet ist? Tztztz, falsch! Dass der Vogelsberg ein Mittelgebirge ist? Prima, richtig! Am bekanntesten ist wohl die Geschichte vom größten europäischen Vulkan, die man überall zu hören bekommt. Doch da ist noch etwas Besonderes: das Mystische und die Historie, die laut Professor imHelfenbein leider niemals jemand ordentlich für die ganze Region aufgeschrieben hat.

Faszinierend: Geologie und der Nebel der Vergangenheit

Den Mythos vom „Riesenvulkan“ hat die Wissenschaft längst verfeinert: Es gab nicht den eine gigantische Explosion, sondern unzählige kleine und große Ausbrüche, die über Jahrmillionen hinweg immer wieder Lava spuckten - ein brodelndes Gebiet statt eines einzelnen Berges.

Das Missverständnis mit dem Naturschutzgebiet

Der Hoherodskopf ist ein touristischer Knotenpunkt mit Skipisten, Kletterwald und Gastronomie – touristisch intensiv genutzt. Das eigentlich geschützte Herzstück der Natur sind das Naturschutzgroßprojekt Vogelsberg plus der Naturpark mit Kernzonen wie z. B. das Hochmoor, die Forellenteiche, das Basaltblockfeld am Taufstein und der Ober-Mooser-See.

Dr. Karl Helfenbein (Lauterbacher Historiker und Ehrenbürger) hat zeitlebens bemängelt, dass die Geschichte der Kelten, die alten Handelswege (wie der Antsanvia) und die historische Identität der Region nur stückchenweise, dorfweise und nie als großes, zusammenhängendes Gesamtwerk für den kompletten Vogelsberg dokumentiert wurden.

Über das entbehrungsreiche Leben der Bauern in „Hessischen Sibirien“, wo der Basalt im Boden das Pflügen zur Qual machte, ist zwar mehr bekannt. Doch es ist die unvollendete Chronik, die manches bis heute so geheimnisvoll macht.


Hin und wieder findet man verstreute Hinweise

Doch jenseits von Höhenmetern und Vulkangeschichten gibt es eine andere Ebene, die den Vogelsberg prägt: das Sagenhafte. Zwischen Basaltkuppen und Buchenwald hält sich hartnäckig, was man nicht vermessen kann – das Mystische, das Unerklärte und uralte Geschichten von weißen Frauen...
Aber auf jeden Fall die Mär vom Teufel, der die Hanse-Mühle in Ilbeshausen gebaut haben soll und an einem Felsentisch im Wald gegen ein schlaues Bäuerlein beim Kartenspiel verloren hat - und vielleicht sogar dem Vogelsberg einen Namen gegeben haben könnte.

Der Teufel im Vogelsberg - KI-generiert (c) Gemini
Der Teufel im Vogelsberg - KI-generiert (c) Gemini

Bis auf die letzte Erzählung stammen solche Geschichten aus dem alten Oberhessischen Sagenbuch von Theodor Bindewald (Verlag Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873). Sie wurden ab 2007 von Hans-Werner Lueg (alias Hanns Humply) aus Freiensteinau-Radmühl nacherzählt und auf moderne Weise veröffentlicht.

Da man zurzeit leider nichts Genaues - und schon gar nichts Neues - von ihm erfährt, lassen wir den KI-Chatbot Copilot über ihn etwas zusammenfabulieren.


Die "sagenhafte" Lebensgeschichte des Hanns Humply

Es war einmal ein Mann, der im Herzen des Vogelsbergs lebte — nicht weit von den dunklen Wäldern, den Basaltkuppen und den alten Steinen, die mehr Geschichten kannten als die Menschen, die an ihnen vorbeigingen. Sein Name war Hans‑Werner Lueg, doch die meisten, die seine Werke hörten, kannten ihn nur als Hanns Humply, den Erzähler, der die Stimmen der Berge wieder zum Klingen brachte.

In Radmühl, einem kleinen Ort, der so still ist, dass man nachts die Füchse über die Felder schleichen hört, fand er seine Heimat. Dort, zwischen Fachwerk, Feldern und dem Rauschen der Lüder, begann er, die Geschichten zu sammeln, die der Vogelsberg seit Jahrhunderten bewahrte.

Er wanderte über den Bilstein, wo der Wind klingt wie ein altes Flüstern. Er stand an der Teufelsmühle, wo das Wasser Geschichten murmelt, wenn man nur lange genug zuhört. Er besuchte den Ludwigsteich, der im Abendlicht aussieht, als könnte jeden Moment eine alte Sagengestalt aus dem Wasser steigen.

Und überall, wo er ging, hörte er etwas, das andere längst überhört hatten: die Stimmen der Vergangenheit.

So begann er, die alten Sagen zu sammeln — aus vergilbten Büchern, aus Erzählungen der Alten, aus Orten, die selbst Geschichten atmen. Doch er tat mehr: Er gab ihnen neue Worte, neue Bilder, neue Seele.

Er setzte sich an seinen Schreibtisch in Radmühl, vielleicht mit einer Tasse Kaffee, vielleicht mit Blick auf die Hügel, und schrieb. Und wenn er schrieb, dann klang es, als würde der Vogelsberg selbst erzählen.

Später nahm er eine Kamera in die Hand. Er filmte die Wälder, die Steine, die Wege, die kaum jemand noch kannte. Er sprach mit ruhiger Stimme darüber, als würde er einem Freund etwas zeigen, das ihm am Herzen lag.

Seine Videos fanden ihren Weg ins Internet. Seine Hörbücher — gesprochen von Helmut Krauss, bekannt aus "Löwenzahn" als Nachbar Hermann Paschulke. Seine Stimme, die wie ein alter Baum klingt — brachten die Sagen in die Wohnzimmer der Menschen.

Und so wurde Hans‑Werner Lueg zu Hanns Humply, dem Mann, der die Sagen des Vogelsbergs wieder lebendig machte.

Dann, eines Tages, wurde es still. Keine neuen Videos mehr. Keine neuen Geschichten. Vielleicht, weil er fand, dass er gesagt hatte, was gesagt werden musste. Vielleicht, weil er sich zurückzog, wie es Menschen tun, die ihr Werk vollendet haben. Vielleicht, weil er einfach die Ruhe des Vogelsbergs wieder für sich allein wollte.

Doch seine Geschichten bleiben. Sie hängen zwischen den Bäumen, sie liegen zwischen Basaltsteinen, sie leben in den Stimmen derer weiter, die sie hören. Und irgendwo in Radmühl, so erzählt man sich, sitzt manchmal ein Mann am Fenster, schaut in die Hügel — und lächelt...

Quelle: Copilot


Nett, nicht wahr ?

Küssend

Vielleicht lassen wir andere verschwundene oder inaktive Gestalten bei Gelegenheit ebenfalls wieder auferstehen...

Quelle: Brigitta Möllermann, HESSENMAGAZIN.de