[Welt] Oft und gerne wird in Nachrichten und Meldungen einfach so behauptet, dass Dasunddas nachgewiesen wäre: Studie zeigt…, Wissenschaftlich bewiesen…, Forscher fanden heraus… Doch nun hat eine internationale Großstudie offenbart, dass Forschungsergebnisse sehr deutlich variieren können – selbst dann, wenn verschiedene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dieselben Daten analysieren. Fakt: 457 Analystinnen und Analysten führten weltweit 504 Reanalysen von 100 sozial- und verhaltenswissenschaftlichen Studien durch. Nur in rund einem Drittel der Fälle kamen alle zu denselben Schlussfolgerungen wie die ursprünglichen Autorinnen und Autoren.
Die Untersuchung belegt, wie stark unterschiedliche statistische Entscheidungen Ergebnisse beeinflussen können.
Prof. Dr. Jan Landwehr, Professor für Markt- und Konsumentenpsychologie an der Goethe‑Universität Frankfurt, der an der Studie beteiligt war, betont, dass "robuste" Erkenntnisse erst dann entstehen, wenn verschiedene Analyseansätze ein konsistentes (einheitlich logisches) Muster zeigen – und sieht darin einen klaren Auftrag für mehr wissenschaftliche Zusammenarbeit.
Leider wurde seine Originalmeldung nur als Presse-Mail gezielt an Medien verschickt, und nicht auf der Uni-Website veröffentlicht...
So what 
Wer also jetzt noch glaubt, eine einzelne Studie könne die Welt erklären, macht es sich zu einfach. Wissenschaft ist kein Zaubertrick, sondern ein Prozess. Und manchmal ist die wichtigste Erkenntnis: Es kommt darauf an, wie man hinschaut.
Die Studie auf www.nature.com/articles/s41586-025-09844-9 <-KLICK
Übersetzen mit https://translate.google.com/?hl=de&sl=auto&tl=de&op=websites
Dazu ein Kommentar unseres "Praktikanten"
Veröffentlicht am 1. April – da könnte man meinen, die Studie sei ein Scherz: Hunderte Forschende analysieren dieselben Daten und kommen zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen. Ein Aprilscherz über die Wissenschaft? Leider nein. Es ist bitterer Ernst.
Während Otto und Elfriede Normalverbraucher jede Schlagzeile glauben, in der steht „Studie beweist…“, zeigt diese Untersuchung, wie brüchig solche Gewissheiten sind. Die Daten sind dieselben, die Fragestellung ist dieselbe – und trotzdem driften die Ergebnisse auseinander. Nicht, weil jemand schlampig arbeitet, sondern weil Analyseentscheidungen eben keine Naturgesetze sind.
Dass diese Erkenntnis ausgerechnet am 1. April erscheint, ist fast poetisch: Ein Tag, an dem man traditionell nicht alles glauben soll, erinnert uns daran, dass man auch an den restlichen 364 Tagen nicht alles glauben sollte, was unter dem Etikett „wissenschaftlich bewiesen“ daherkommt.
Wer weiterhin meint, eine einzelne Studie sei ein unanfechtbarer Beweis, hat die Botschaft nicht verstanden.
Quelle: Copilot von Microsoft
Quelle: Brigitta Möllermann, HESSENMAGAZIN.de