Die Geheimnisse des Vorspessarts

Samstag, den 18. Juli 2020 um 09:43 Uhr Freizeit & Tipps - Outdoor - Natur
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Vom Main-Kinzig-Kreis bis an die Bayerische Landesgrenze

Gesperrter Weg - aber bis zum Fernblick frei befahrbar (c) HESSENMAGAZIN.de[Hessen] Rechts der Autobahn A66 in Richtung Fulda, gleich hinter Hanau, liegt das Mittelgebirge Spessart. Zwar ist man sich noch nicht ganz einig, ob das Waldgebiet "Bulau" <-KLICK, das bis Groß-Auheim und Erlensee reicht, dazu zählt. Trotzdem zieht sich das Netz der Spazier- und Wanderwege des Naturparks Hessischer Spessart dort hinein. Der Rest wird schlicht "Vorspessart" genannt.

Die Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler sagte kürzlich anlässlich der Einweihung einer weiteren von über 40 Spessartspuren: „Das Genusswandern mit kurzen Routen, guten Ausblicken und Einkehrmöglichkeiten erlebt gerade einen regelrechten Boom. Daher bauen wir die Wanderrouten weiter aus und tun damit nicht alleine etwas für den regionalen Tourismus, sondern gerade beim Spazierwandern natürlich auch etwas für die heimische Bevölkerung.“

Damit hat sie recht. Die Leute in der Umgebung nutzen die nun geadelten, sprich: ausgeschilderten Wege in der Regel längst und wissen zudem meistens, wie man z. B. die „Edelweißhütte“ in Gondsroth findet. Auch wo der "Parkplatz Barbarossaquelle" in Rodenbach liegt, ist den Bewohnern des Ortes sicher wohlbekannt. Problematischer ist es für echte Touristen bzw. nicht Ortskundige, entsprechende Tourenangaben korrekt zu verorten.

Ein Beispiel: Dass der Parkplatz, von dem aus man die Barbarossaquelle bei Rodenbach erreichen kann, mehr als zwei Kilometer davon entfernt ist, erfährt man leider erst, wenn man Google bemüht: HIER <-KLICK.

Fernblick Neuses am Waldrand: Rodfeld-Aussichtsturm mit 15 m hoher Plattform und eine allseits beliebte und bekannte  Gaststätte (c) HESSENMAGAZIN.de
Fernblick in Neuses am Waldrand: Rodfeld-Aussichtsturm mit 15 m hoher Plattform und daneben die allseits beliebte und bekannte Gaststätte (c) HESSENMAGAZIN.de

Zum Foto ganz oben: Um die 1 Kilometer lange Auffahrt zum "Fernblick" inklusive Aussichtsturm und Landgasthaus nicht zu verpassen, muss man fast Detektiv spielen. Am Ortseingang von Freigericht-Neuses (aus Richtung Horbach) weist lediglich ein weisses Gaststättenschild neben dem Radweg auf die Abzweigung hin.

Im Wald von Horbach (Freigericht) zeigen geschnitzte Schilder zum "Rosenkränzpfädchen". Den Beginn des schmalen Weges haben wir gefunden, das Ende blieb uns verborgen. Genauso wie der Sinn des Hinweises im Näßlichgrund: "Achtung! Einstaugefahr bei Hochwasser".

Schilder an der Straße von Horbach nach Geiselbach (c) HESSENMAGAZIN.de
Schilder an der Straße von Horbach nach Geiselbach (c) HESSENMAGAZIN.de

Trotzdem: Wir bleiben wir dran, bis wir die schönsten Stellen im Spessart gefunden haben :-))))


Gut zu wissen

Die "Spessartspuren" sind kurze Spazierwanderwege, während der „Spessartbogen“ ein fast 90 Kilometer langer Premiumwanderweg ist, der von Langenselbold bis Schlüchtern führt. "Spessartfährten" nennen sich die sieben Extratouren, die zwischen 15,8 und 7 km lang sind.

Interaktive Karte dazu: HIER <-KLICK

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