Start des Modellvorhabens 'Smarte LandRegionen'

Donnerstag, den 28. November 2019 um 19:08 Uhr News Ticker - Geld vom Staat
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Förderung der Landkreise mit 25 Millionen Euro

Symbolbild: Ländlich (c) HESSENMAGAZIN.de[Deutschland] Ab Dezember können sich Landkreise in Deutschland für das Modellvorhaben „Smarte LandRegionen" bewerben. Mit dem Projekt treibt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) die Digitalisierung in den ländlichen Räumen weiter voran. Im Mittelpunkt steht die gezielte Entwicklung neuer digitaler Dienste. Zum Beispiel könnten durch Live-Informationen zur aktuellen Verkehrslage der Öffentliche Nahverkehr effizienter gesteuert werden und besser fließen oder die Landkreise können als Schulträger Lehrinhalte auf einer digitalen Plattform verfügbar machen.

Das Programm richtet sich ausdrücklich an ländlich geprägte Landkreise, die durch ihre Teilnahme zu „Smarten LandRegionen" werden sollen

Die Bundesministerin für die ländlichen Räume, Julia Klöckner, ruft bundesweit zum Mitmachen auf: „Die Digitalisierung nutzen, um die Daseinsvorsorge in den ländlichen Räumen zu stärken – darum geht es uns. Wir fördern deshalb Vorbilder - Landkreise, die mithilfe digitaler Anwendungen zeigen, wie sich Alltagsprobleme lösen lassen. Die mit ihren Innovationen Vorbild und Bespiel sind auch für andere. Denn es braucht passgenaue Lösungen, nicht die Gießkanne. Wir unterstützen daher kreative Ideen der Bürger vor Ort, nehmen Geld in die Hand, um sie zu fördern. Das ist ein konkreter Beitrag, um gleichwertige Lebensverhältnisse zu schaffen. Denn um als Bürger wirklich frei entscheiden zu können, wo und wie ich leben will, müssen überall Grundvoraussetzungen erfüllt sein. Dazu zählt die Anbindung an das Netz. Eine Region im Funkloch kann nicht digital-smart werden. Wir haben deshalb ein 60 Millionen-Programm aufgelegt, um lokale Netze aufzubauen, wo heute weiße Flecken sind.“

Weitere Informationen: www.smarte-landregionen.de

Bis zu sieben Modell-Landkreise werden in einem Wettbewerb ermittelt

Die Bewerbungsphase beginnt im Dezember 2019. Im Anschluss an den Aufruf und Bekanntmachung des Vorhabens startet ein mehrstufiges Bewerbungsverfahren. Die ausgewählten Landkreise gestalten aktiv mit dem Fraunhofer-Institut für Experimentelle Software Entwicklung (IESE) digitale Dienste. Das Institut unterstützt sie bei ihrer Arbeit von der Entwicklung der Idee bis zur praxistauglichen Software.

Die Landkreise erhalten jeweils eine Förderung von bis zu einer Million Euro. Der Förderzeitraum ist auf 48 Monate angelegt. Das gesamte Vorhaben wird wissenschaftlich begleitet und evaluiert.

Das Projekt findet im Rahmen des ‚Bundesprogramms Ländliche Entwicklung (BULE)‘ des Bundesagrarministeriums statt und wird durch das Kompetenzzentrum Ländliche Entwicklung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) koordiniert. Vorbereitet wurde es in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Landkreistag, der das BMEL bei der Durchführung des Modellvorhabens als Partner begleitet.

Quelle: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)