Zukunftsfähigkeit sichern mit Fördergeldern

Montag, den 11. März 2019 um 07:00 Uhr News Ticker - Geld vom Staat
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Erfolgreich gefördert: CNC-Brückensäge für Steinmetzbetrieb  (c) wfg / Dr. Gabriele ReinartzErfolgreich gefördert: CNC-Brückensäge (c) wfg / Dr. Gabriele Reinartz[Wetterau]  Kleinstunternehmen aus der LEADER-Region haben noch bis zum 10. Mai 2019 zwei verschiedene Möglichkeiten, einen Antrag auf Fördergelder zu stellen. Bis spätestens 10. Mai 2019 müssen interessierte Betriebe den Antrag bei den für sie zuständigen Landratsämtern gestellt haben. Von dort erhalten sie die dafür notwendigen Unterlagen. Ihren Antrag legen sie dann dem LEADER-Beirat vor, der den Innovationsgrad des Vorhabens prüft und dazu Stellung nimmt.

Die Stellungnahme geht zusammen mit dem Antrag, der einen Business-Plan über fünf Jahre sowie eine Bestätigung, dass es zu keiner Wettbewerbsverzerrung kommen wird, enthalten muss, zurück an das jeweilige Landratsamt. Dieses stellt die Förderfähigkeit sowie die Bewilligungsreife des Antrags bis spätestens 24. Mai 2019 fest und leitet die Unterlagen an die WIBank weiter. Die Anträge werden bis zum 6. Juni 2019 beurteilt und der Bewilligung zugeführt.

Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft unterstützt die Antragsteller während der Antragsphase und prüft vorab, ob ein Betrieb überhaupt die Voraussetzungen erfüllt und förderungswürdig ist. Wichtig ist, dass der Antragsteller mit seinem Vorhaben wartet, bis der Bewilligungsbescheid vorliegt. Erst dann darf er mit der Umsetzung des Fördervorhabens beginnen.“

1. Gelder aus dem LEADER-Ansatz, ein EU-Förderprogramm für den ländlichen Raum

Der LEADER-Ansatz fördert zu 35 Prozent (maximal 45.000 Euro) Kleinstunternehmen aus der LEADER-Region mit bis zu zehn Mitarbeitern (davon mindestens ein Vollzeitbeschäftigter) bei der Anschaffung von Maschinen sowie beim Bau oder bei der Einrichtung neuer Räumlichkeiten.

Beim Antrag auf Fördergeld müssen einige bürokratische Hürden genommen werden. Aber der Aufwand lohnt sich: Die bereitgestellten Mittel für das noch bis 2020 laufende Förderprogramm von insgesamt 2,1 Millionen Euro sind noch nicht ausgeschöpft und der Zuschuss muss nicht zurückgezahlt werden.

2. Neu: LEADER-Programm des Landes Hessen

Zusätzlich zum LEADER-Ansatz gibt es seit Kurzem ein weiteres Förderprogramm. Das Land Hessen hat den Aufruf zur Förderung von Kleinstunternehmen der Grundversorgung (Fachhandel, Handwerk, Dienstleistungen) in Höhe von drei Millionen Euro für 2019 für ganz Hessen aufgelegt. Wie beim LEADER-Förderprogramm gilt auch hier: Die Kleinstunternehmen müssen in einer LEADER-Region ansässig sein.

Förderwürdig sind Betriebe, die durch die Umsetzung des Vorhabens

• einen Vollarbeitsplatz und einen Ausbildungsplatz schaffen » Förderung 35 Prozent, maximal 200.000 Euro

• einen Vollarbeitsplatz oder einen Ausbildungsplatz schaffen » 35 Prozent, maximal 100.000 Euro

• ein Kleinstunternehmen der Grundversorgung gründen oder entwickeln » 35 Prozent, maximal 50.000 Euro


Foto oben: Steinmetzmeister Martin Röhling (2. v. re.) hat sich mit Hilfe des LEADER-Förderprogramms seinen Traum von einer vollautomatischen CNC-Brückensäge erfüllen können. Und er hat gleichzeitig einen Ausbildungsplatz geschaffen, den Nils Wegener (ganz rechts) erhalten hat. Unterstützt bei der Antragstellung haben Röhling die wfg-Geschäftsführer Klaus Karger (ganz links) und Bernd-Uwe Domes (2.v.l.).

Quelle: Wirtschaftsförderung Wetterau GmbH