Hessen fördert kulturelle Angebote mit 600.000 Euro extra

Samstag, den 25. August 2018 um 10:00 Uhr News Ticker - Geld vom Staat
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Symbolhaft: Piratenschiff von PLAYMOBIL an der Grundschule in Hungen (c) HESSENMAGAZIN.de[Hessen] Kunst- und Kulturminister Boris Rhein macht auf zusätzliche Fördermittel in Höhe von insgesamt 600.000 Euro aufmerksam, die Kulturprojekte vor allem im ländlichen Raum ermöglichen sollen. Vereine, Künstler und Institutionen können sich mit ihren Vorhaben dafür bewerben. „Die Hessische Landesregierung macht die Förderung der ländlichen Regionen zu einem Schwerpunkt ihrer Arbeit und wir legen den Fokus selbstverständlich auch auf die Kultur. Der ländliche Raum in Hessen hat bereits ein enormes und äußerst vielfältiges kulturelles Angebot. Ich würde mich freuen, wenn mit den nun zur Verfügung stehenden Mitteln die bereits bestehenden Angebote unterstützt und erweitert, aber auch neue Projekte angestoßen werden.“

Für Kommunen im ländlichen Raum ohne eigenes Theater stehen erstmals 30.000 Euro als Gastspielförderung zur Verfügung. Zudem wurden 20.000 Euro für Projekte des „Kulturellen Raumprogramms“ zur Verfügung gestellt, das jedem Bürger Hessens die Möglichkeit eröffnen möchte, kulturelle Angebote in seinem Lebensumfeld zu nutzen oder auch anzubieten. Das Programm richtet sich an Projekte von Vereinen, Künstlern und Institutionen, die für eine begrenzte Zeit Räume benötigen – zum Beispiel für Ausstellungen.

Unterstützung sollen auch die hessischen Heimat- und Kulturvereine erhalten. Das hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst fördert bereits Vereine, Einzelpersonen und Kommunen bei dem Bemühen, Brauchtum in Hessen zu erhalten und zu pflegen. Die Heimatvereine tragen einen erheblichen Anteil zur Heimat- und Brauchtumspflege bei. Sie erforschen, dokumentieren und erhalten Brauchtum und Tradition, Wissen und Kulturgut für die nachfolgenden Generationen. Um diesen wichtigen Beitrag finanziell zu unterstützen, wurden die zusätzlichen Fördermittel für Heimat- und Kulturvereine zur Verfügung gestellt.

Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst nutzt die Fördergelder zudem für neue Programme. Dazu gehören zum Beispiel drei Autorenresidenzen in Bad Karlshafen, Witzenhausen und Bad Arolsen, die der Hessische Literaturrat betreut. Die Autoren werden mit der Bevölkerung vor Ort in Kontakt treten, sich mit dem Ort und dem Leben im ländlichen Raum auseinandersetzen und einen literarischen Text zu dem Ort schreiben.

„Ich danke allen Kulturschaffenden für ihren Einsatz, den Hessinnen und Hessen ein solch reichhaltiges Kulturangebot zu bieten. Viele Projekte leben vom Engagement und der Arbeit ehrenamtlich tätiger Bürgerinnen und Bürger. Unsere Förderung soll auch ihren Einsatz würdigen und ihre Bemühungen erleichtern“, so Kunst- und Kulturminister Boris Rhein abschließend.

Informationen zur Beantragung von Fördermitteln gibt es auf https://wissenschaft.hessen.de/foerderung/kulturfoerderung/.

Quelle Text: Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst


Pressemeldung vom 25.06.2018 zum Foto oben:

Riesiges PLAYMOBIL-Aktivschiff geht in Hungen vor Anker

Ein einzigartiges XXL-Piraten-Aktivschiff für Schul- und Kindergartenkinder im PLAYMOBIL-Design, ging am Samstag, den 16. Juni 2018, offiziell in Hungen bei Gießen vor Anker. Im Rahmen des Schulfestes übernahmen rund 650 Kinder das Steuer des Aktivschiffs - begleitet mit einem bunten Rahmenprogramm. Das Aktivschiff, ein einzigartiges Spielgerät der Stiftung Kinderförderung von PLAYMOBIL, fördert die motorische Entwicklung von Kindern und sorgt in der Außenanlage von Kindereinrichtungen für Bewegung, Spielspaß und jede Menge Abenteuer auf hoher See.

Das über zwölf Meter lange und fast neun Meter breite Spielgerät der Stiftung Kinderförderung von PLAYMOBIL wurde in über drei Jahren speziell für Kinder konzipiert und gebaut. Ein Schwerlastkran lies das dreieinhalb Tonnen schwere Aktivschiff aus Holz und glasfaserverstärktem Kunststoff bereits Anfang Juni auf das ebenso eigens hierfür neu gestaltete Gelände der Mittelpunkt-Grundschule Hungen schweben.

Das PLAYMOBIL-Aktivschiff adressiert ein vielerorts herrschendes gesellschaftliches Problem: Dass durch vermehrtes Sitzen bereits im Kindergarten- und Grundschulalter die Grundlage für späteren Bewegungsmangel gelegt wird. So erreicht, Studien zufolge, lediglich rund ein Viertel der Kinder und Jugendlichen in Deutschland die von der Weltgesundheitsorganisation WHO empfohlenen 60 Minuten tägliche körperliche Aktivität.

Daher: „Jenseits von Fernsehen und Computer“, so der PLAYMOBIL-Gründer und Stifter Horst Brandstätter zur Idee der seit 2009 gebauten Aktivschiffe, „brauchen unsere Kinder vor allem Bewegung, um sich geistig und körperlich gesund zu entwickeln. Kinder zur Bewegung zu zwingen macht keinen Sinn.“ Um hierzu einen gesellschaftlichen Beitrag zu leisten, hat die Stiftung Kinderförderung von PLAYMOBIL bereits 16 Aktivschiffe an Kindereinrichtungen übergeben.

Das Aktivschiff steigert tatsächlich und nachweislich innerhalb kürzester Zeit sowohl die Aktivität der Kinder als auch deren motorischen Fähigkeiten. Dies bestätigt auch Prof. Dr. Helge Hebestreit, leitender Oberarzt der Uni-Kinderklinik Würzburg und wissenschaftlicher Partner der Stiftung Kinderförderung von PLAYMOBIL in diesem Projekt. Eine 2010 durchgeführte wissenschaftliche Erhebung belegte, dass sich Aktivität, Motorik und Ausgeglichenheit der Kinder durch das kreative Spiel auf und mit dem Schiff signifikant verbesserten. Gleichzeitig unterstützt die spielerische Freude an der Bewegung deren gesunde körperliche und geistige Entwicklung.

Quelle PM: Stiftung Kinderförderung von PLAYMOBIL