Alle meine Entlein: Wo sind sie geblieben?

Samstag, den 05. Januar 2019 um 06:38 Uhr Gut zu wissen - Dossier: Natur und Umwelt
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Stockentenpaar (c)  Richard Bartz / CC BY-SA 2.5 - LINK: s.u.[Hanau] Bei einem Gang entlang der krummen Kinzig in Hanaus Stadtgebiet fällt auf, dass dort auf einmal kaum noch wilde Stockenten zu sehen sind. Für sie ist zwar vom 1. September bis 15. Januar offiziell Jagdzeit, doch in der Stadt werden sie normalerweise nicht geschossen. Wer also hat sie dezimiert? Landeten sie in Kochtöpfen oder in der Bratröhre?

Der Verdacht liegt nahe, wenn man junge Leute - verborgen unter der Wilhelmsbrücke - mit einer Riesenmenge Brot entdeckt, von dem sie eiftig Brocken ins Wasser werfen. So locken sie die wenig menschenscheuen Tiere an. Und von oben ist der Vorgang so gut wie nicht zu bemerken.

Dass auf diese Weise gewildert <-KLICK wird, ist den Leuten vielleicht nicht klar. Und wenn, wäre es auch ziemlich egal, da sich sowieso niemand hier darum schert. Nicht einmal die Ordnungshüter der Stadt. Eine Anzeige / Strafantrag stellen kann lt. § 294 Strafgesetzbuch nämlich nur der in seinem Recht Verletzte (Jagdpächter).

Na dann: HALALI!

Der WWF hat zwar einen Wilderei-Notruf "gegen das Schweigen im Walde" eingerichtet (HIER <-KLICK). Aber ob das auch für Enten an der Kinzig auf Hanaus Stadtgebiet gilt...?

Zudem: Wald ist ja bekanntermaßen etwas anderes. Die Ufer der krummen Kinzig sind leider mehr eine Müllhalde. Selbst mal nachgucken: Hinfinden <-KLICK.


LINK zum Foto: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Anas_platyrhynchos_male_female_quadrat.jpg