Blühendes Hanau: Und wo bleiben die Libellen und Bienen?

Samstag, den 19. Mai 2018 um 11:53 Uhr Gut zu wissen - Dossier: Natur und Umwelt
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 Riecht  gut, sieht toll aus: Begonien, Zweizahn, Männertreu, Geranien und Petunien geben ein farbenfrohes Bild ab. Dafür sorgen zudem Husarenköpfchen, Süßkartoffel, Steinkraut, Federborsten- und Lampenputzergras (c) HanauHanaus Stadtgärtner schmücken Straßen und Plätze mit Blumen

[Stadt Hanau] Mitte Mai sind die Eisheiligen vorüber. Das ist für die Pflanzen-Spezialisten des städtischen Eigenbetriebs Hanau Infrastruktur Service (HIS) stets das Signal die Innenstadt vielfältig mit bunten Sommerblumen zu verschönern. Vier Tage lang sind sie jetzt damit beschäftigt 17 Pyramiden, 25 große Kübel, 16 Pflanzkästen und 170 Hängeampeln in der Stadt zu verteilen. „Der bunte Flor schafft Flair, das gehört zu den Markenzeichen unserer Innenstadt“, bescheinigt Stadtrat Thomas Morlock den HIS-Beschäftigten mit dem grünen Daumen.

Allein pro Pyramide setzt HIS rund 180 Pflanzen ein, um in der Innenstadt und an der Wilhelmsbrücke für Hingucker zu sorgen. An den Brückengeländern beiderseits der Lamboystraße sind zudem jeweils acht Blumenkästen aufgehängt. Die Hängeampeln schmücken Straßenlaternen in der City, die großen Kübel sind dort auf den Plätzen zu finden. „Die verschiedenen Gefäße wurden teils schon zum Jahresbeginn bestückt – wohlgemerkt mit Pflanzen aus eigener Anzucht“, erläutert HIS-Betriebsleiter Markus Henrich.

Mit dem Aufstellen und Aufhängen der schmucken Pflanzgefäße ist es freilich nicht getan. Bis zum Herbst müssen die Stadtgärtner – je nach Wärmegraden – zwei- bis dreimal wöchentlich zum Gießen ausschwärmen. Für eine Tour allein sind sechs 1500 Liter-Wasserbehälter nötig. Das Wasser zum Bewässern wird aus Zisternen und Brunnenwasser gespeist. Es wird kein Trinkwasser verwendet.

„Das alles zeigt, wie viel uns ein blühendes Hanau wert ist“, hebt Stadtrat Morlock hervor.

Quelle Text: Pressestelle Stadt Hanau


Kommentar dazu von Brigitta Möllermann

(täglich an der Kinzig bei der Wilhelmsbrücke unterwegs)

Das Kinzigufer neben der Wilhelmsbrücke zur selben Zeit (c) HESSENMAGAZIN.de

Das natürliche Kinzigufer unterhalb der Wilhelmsbrücke wurde zur selben Zeit regelrecht vernichtet (c) HESSENMAGAZIN.de

Böscchun neben dem Wehr in Richtung NETTO (c) HESSENMAGAZIN.de

Platt gemacht: Die Böschung an Antoniterstraße neben dem Wehr in Richtung NETTO (c) HESSENMAGAZIN.de

Ich wiederhole mich gerne:

Biodiversität am Kinzigufer in Hanau in Gefahr

Geschrieben am Mittwoch, den 25. April 2018 An der 'krummen' Kinzig im Hanauer Norden (c) HESSENMAGAZIN.de

An der 'krummen' Kinzig im Hanauer Norden (c) HESSENMAGAZIN.de

[Hanau] Wenige Leute wissen die Ufer der Kinzig zu schätzen. Ihr braunes Wasser wirkt ja auch nicht wirklich reizvoll. (Was aber einige Angler nicht davon abhält, sich dort ihr Mittagessen zu besorgen.) Penner benutzen die grünen Randstreifen für Trinkgelage und werfen ihre leeren Flaschen den Abhang hinunter. (Zwei Bänke in der Nähe eines Supermarktes scheinen ausschließlich dafür aufgestellt worden zu sein.) Andere, die vom Nordbahnhof in die Stadt hetzen oder mit dem Bus neben der Kinzig ankommen, entsorgen Kaffeebecher und Brötchentüten an dieser Stelle.
Was aber das Schlimmste ist: Jedes Jahr einmal rasiert der städtische Bauhof die Ufer bis auf die Erdkrume ab. Und das gnadenlos - mit schwerem Gerät - ohne Rücksicht auf Verluste!

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