Nilgänse in Hanaus schwindelnden Höhen

Montag, den 01. Februar 2016 um 00:00 Uhr Gut zu wissen - Dossier: Natur und Umwelt
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Gänse in Hanau: Jeden Morgen auf ihrem Ausguck (c) HESSENMAGAZIN.de
Gänse in Hanau: Jeden Morgen auf ihrem Ausguck (c) HESSENMAGAZIN.de

[Hanau an Main und Kinzig] Nun ist es gewiss, nicht nur Wölfe heulen den Mond an. Auch Entenvögel senden laute, weithin hörbare Rufe an das Himmelsgestirn. Ganz nebenbei übernehmen sie dabei für die Einwohner eine Weckfunktion, die früher Hähne - allerdings etwas melodischer - inne hatten.

Zugegeben, das rhythmische Krächzen nervt. Es klingt, als würde man eine schlecht geölte Gartentüre hin und her bewegen. Daran müsste man sich vielleicht gewöhnen, wenn sie nun für immer in unserer Nähe bleiben. Und da sie nicht nur am Boden sondern auch in Bäumen brüten, wäre es wohl denkbar, ihnen die früher üblichen Storchennester auf Schornsteinen und Dächern anzubieten.

Möglicherweise übernehmen dann sie auch Adebars Job und bringen kleine Kinder... Damit wäre dann das Demografieproblem "Überwalterung" wenigstens für Hanau erstmal gelöst :-)

Die Demografie ist übrigens keine potentielle Gefahr, sondern lediglich eine Wissenschaft, die sich statistisch mit der theoretischen Entwicklung von Bevölkerungen befasst. Als Problem erkannt wurde bei uns ein sich abzeichnender Wandel durch die Tatsache, dass die Geburtenraten sinken.

Es werden in unserem Land zu wenig Nachkommen geboren, und gleichzeitig bleiben die Alten länger gesund und lebendig. Oft wird geschrieben: Unser Volk "schrumpft". Tut es aber nicht. Wir werden nur zahlenmäßig mit der Zeit immer weniger, weil letztendlich auch Oma und Opa sterben.

Was außerdem noch demografische Sorgen macht, ist die Sache mit der Erwerbsmäßigkeit: Ein einziges Enkelkind kann nicht so gut die Rente für vier (4) Senioren auf Vaters- und Mutters Seite verdienen. Ist ja klar, nicht wahr?

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