Macht ja nix, Merkt ja keiner: Die KULTUR nach CORONA ist wieder da

Mittwoch, den 23. Juni 2021 um 08:01 Uhr News Ticker - CORONA Infos
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Picknick: Wie in alten Zeiten - Symbolbild (c) HESSENMAGAZIN.de[Hessen und Drumherum] Das sagte neulich jemand voller Überzeugung: "Corona ist für mich vorbei", weil er nun geimpft sei. Schön, wenn es so wäre, denn die ersten Sommerevents ploppen gerade auf. Dabei hört man das Wort "Hygienekonzept" allerdings in diesem Zusammenhang nur noch selten. Am Eingang zu der Veranstaltung werden einfach Schilder aufgestell: Maske ja, Abstand nach Gefühl... oder so. Blöd ist jedoch, dass bei aller Veranstalterfreude auch viele weitere Informationen "zu kurz" kommen.

In Hektik zusammengestellt - bevor der nächste Lockdown kommt - wirft man der Öffentlichkeit plus der Presse seine Nachrichten in Form von E-Mail-Newslettern schnell mal so hin. Mit dabei sind interne Probenaufrufe der Band, abfotografierte Programmzettel ohne konkrete Zeitangaben und Links zu hastig zusammengepackten Internetseiten, auf denen eventuell der Ort des Geschehens fehlt. Motto: Sucht Euch raus, was Ihr braucht!

Das ist einfach DOOF und kann nicht funktionieren! Denn alle bisher Ausgebremstem hopsen gerade wieder auf die Bühne zurück - Beispiel Kultursommer:


117mal Kultursommer der Städte und Landkreise

Von der Kulturstiftung des Bundes wurden 117 Anträge bewilligt: 63 kreisfreie Städte und 54 Landkreise werden bundesweit finanziell unterstützt.

Das Bedürfnis, nach den harten Einschränkungen durch die Pandemie endlich wieder Kultur erleben und Kunst machen zu dürfen, ist allenthalben spürbar. Die Hoffnung, dass der Sommer Entlastung bringen und neue Möglichkeiten für kulturelle Aktivitäten schaffen könnte, hat viele Kulturverantwortliche in Stadt und Land dazu bewogen, einen Antrag für die Teilnahme am Programm „Kultursommer 2021“ bei der Kulturstiftung des Bundes einzureichen.

Dafür stellte die Beauftrage der Bundesregierung für Kultur und Medien, Kulturstaatsministerin Monika Grütters, Im Frühjahr kurzfristig 30 Millionen Euro aus ihrem Programm NEUSTART KULTUR zur Verfügung. Die zur Verfügung stehen Mittel wurden voll ausgeschöpft.

Dazu Staatsministerin Monika Grütters: „Die Sehnsucht nach Kulturgenuss ist gewaltig – beim Publikum, vor allem aber bei den Künstlerinnen, Künstlern und Kreativen, die endlich wieder zum Einsatz kommen wollen. Mit dem Kultursommer leisten wir einen wichtigen Beitrag dazu, die Künste und das Kulturleben in Stadt und Land wiederzubeleben. Der Kultursommer ist vor allem aber auch ein Ausdruck der Wertschätzung für die Kreativen und eine Anerkennung dafür, wie sehr sie unser Gemeinwesen bereichern. Die Kultur kann uns jetzt aus der Isolation herausholen, sie kann vielen Menschen wieder Anregungen und Denkanstöße liefern, sich mit anderen Themen als mit ihrer schwierigen Situation in den langen Monaten des Lockdowns auseinanderzusetzen.“

Die Bedingungen dafür, dass zahlreiche Kulturveranstaltungen mit einem großen Spektrum an Formaten im Freien stattfinden und als höchst willkommene gesellschaftliche Ereignisse wahrgenommen werden können, sind durch die Förderung verbessert, gesichert oder überhaupt erst ermöglicht worden.

Der öffentliche Raum wird in den Sommermonaten maßgeblich durch Kultur wiederbelebt werden

Künstlerinnen aller Sparten und Kulturschaffende im Backstage bekommen nun wieder Auftritts- und Arbeitsmöglichkeiten, nachdem sie in den vergangenen Monaten allenfalls auf den digitalen Raum beschränkt waren.

Als schöner Begleiteffekt des Programms kann die Tatsache gelten, dass fallweise neue Kooperationen zwischen Kommunen und zwischen Kulturakteuren, Künstlern, Stadt- oder Landkreisverwaltungen entstanden sind. So haben sich manchmal kleinere Gemeinden zusammengetan und gemeinsam Konzepte über ihren Landkreis beantragt. Diese wiederum sind in ihrer Rolle als Ansprechpartner für Kultur gestärkt worden.

Pressetext Quelle: Kulturstiftung des Bundes


Ausschnitt / Hardcopy (c) www.kulturstiftung-des-bundes.de
2.500 Mal Kunst und Kultur - Ausschnitt / Hardcopy der Intternetseite (c) www.kulturstiftung-des-bundes.de

Übersicht über die im Programm „Kultursommer 2021“ geförderten Projekte: HIER <-KLICK. Initiiert von jenen, die inzwischen wissen, wie man sich erfolgreich durch den Fördergeld-Antragsdschungel hangelt :-)

Übrigens, wenn SIE als Nicht-Künstler die "geschwurbelten" Texte der Projektvorstellungen nicht verstehen, empfiehlt es sich leider auch nicht, die Internetseite in leichter Sprache aufzurufen: HIER <-KLICK. Das Schwurbeln (gelstelztes oder sinnfreies Reden) gehört nunmal zum Kulturgeschäft. Erst, wenn man nicht mehr so richtig versteht, worum es geht, gilt es als KULTUR - und die ist bekanntermaßen KU(e)NSTlich...

Tja, jetzt bietet man zu allem plötzlichen Überfluss noch private Feste, Outdoor-Festivals oder Biergartenevents von Kulturkreisen auf. Und - last but not least - sind die Großen der Veranstaltungsszene selbstverständlich ebenfalls mit von der Partie. Achtung, da könnte man untergehen, wenn man sich unklar ausdrückt...

Quelle: Brigitta Möllermann, HESSENMAGAZIN.de