Frisch auf den Tisch: Corona-Bußgeldkatalog für Verstöße in Hessen

Freitag, den 03. April 2020 um 14:15 Uhr News Ticker - CORONA Infos
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Grüppchenbildung kostet jetzt Geld (c) HESSENMAGAZIN.de

[Hessen] Ab heute, Freitag, den 3. April 2020, werden unsere Ordnungshüter in Hessen wahrscheinlich "Knöllchen" verteilen. Wie fürs Falschparken ist jetzt das Unterlaufen des Kontaktverbotes eine der Ordnungwidrigkeiten.

Das Kabinett hat festgelegt, welche Verstöße gegen die Verordnungen zur Bekämpfung des Corona-Virus künftig als Ordnungswidrigkeiten geahndet werden können

Um eine landesweit einheitliche Praxis sicherzustellen, wurden den Behörden zugleich Regelsätze für die einzelnen Bußgeldtatbestände vorgegeben. Je nach Schwere des individuellen Verstoßes, zum Beispiel gegen die geltenden Verbote von Kontakten in der Öffentlichkeit, dem Betrieb von Bars oder Restaurants oder der Nichteinhaltung von Zugangsbeschränkungen – etwa für Senioren- oder Pflegeeinrichtungen –, sind Bußgeldzahlungen zwischen 200 und 5.000 Euro vorgesehen.

Die Bußgelder fußen auf dem Infektionsschutzgesetz

Besonders schwere Verstöße gegen die Verordnung können sogar als Straftaten zur Anzeige gebracht werden. Dies betrifft im Wesentlichen vorsätzliche Verstöße, etwa das Abhalten verbotener Veranstaltungen, Verstöße gegen Quarantäneanordnungen oder bei nachgewiesener Weiterverbreitung des Krankheitserregers.

Alle anderen Verstöße werden als Ordnungswidrigkeiten von den Ordnungs- und Gesundheitsämtern geahndet. Verstöße gegen die folgenden Verbote werden mit den entsprechenden Regelsätzen geahndet. Es handelt sich hier um Beispiele. Weitere Faktoren zur Bestimmung des jeweiligen Bußgeldes sind etwa der Umfang oder die Dauer eines untersagten Angebots bzw. die Größe einer Zusammenkunft.

Regelsatz von 200 Euro

Regelsatz von 500 Euro

Regelsatz von 200 bis 1.000 Euro

Regelsatz von 500 bis 5.000 Euro

Quelle Text: Hessisches Ministerium des Innern und für Sport

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