Natur ja - Kontakte nein, sonst steht die Ausgangssperre an (Corona)

Freitag, den 20. März 2020 um 12:12 Uhr News Ticker - CORONA Infos
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Mit viel Abstand: Spaziergang am Ober-Mooser See im Vogelsberg (c) HESSENMAGAZIN.de[Deutschand] Falls sich die bisherigen Maßnahmen gegen die Coronakrise nicht bewähren, braucht es Ausgangssperren, hieß es heute Morgen in den Nachrichten aus dem Munde eines Mitgliedes der Obrigkeit*. Verhängt wurden sie bereits für die deutsche Stadt Freiburg (vorläufig in beschränktem Maße bis 3. April 2020), zwei bayrische Orte, Italien und einige andere Länder. Doch die Auswertung von Handydaten zeigt, dass sich nicht jeder den Anordnungen fügt, Kontakte einzuschränken. Tja, Volkssouveränität* eben...

20.03.2020: Es gibt schon über 14.000 gemeldete Infizierte in Deutschland. Die Zahlen steigen exponentiell an. Es sind 2958 Fälle in Deutschland mehr als am Vortag!

Abstand zu den Kumpels und Freundinnen z.u halten fällt jungen Leuten anscheinend extrem schwer. Eine Isolierung zu Hause wäre wahrscheinlich eine Art der Weltuntergang für sie. Da riskiert man doch lieber die Ansteckung beim Abhängen in der Gruppe. Zumal es ja heißt, bei dieser Altersklasse verliefe eine Infektion recht glimpflich.

Dass man aber als Überträger der Krankheit Schaden anrichten kann, ist scheinbar keinem von ihnen bewusst. Was gehen sie denn Omas und Opas an, die sind doch sowieso fast schon "out"... oder?

So wird uns ALLE demnächst wohl eine Ausgangsbeschränkung treffen. Und die Polizei wird und aufgrund des Infektionsschutzgesetzes auf der Straße kontrollieren dürfen, ob wir wirklich einen triftigen Grund haben, draußen herumzuspazieren.


Gut zu wissen

Zu Obrigkeit verrät uns Wikipedia: Als Obrigkeit wurden in hierarchisch organisierten Gemeinwesen seit dem späten Mittelalter bis in die Moderne hinein diejenigen Personen oder Institutionen bezeichnet, die rechtmäßig oder auch nur aufgrund eigener Anmaßung die Herrschaft ausübten und die rechtliche und faktische Gewalt über die Untertanen besaßen.
Die Untertanen schuldeten ihrer Obrigkeit Gehorsam...
Kennzeichnend für den Untertanenstatus ist der Umstand, dass der Untertan sich seine Obrigkeit weder aussuchen kann, noch bürgerliche Mitwirkungsrechte besitzt, die ihn berechtigen, auf Verfügungen Einfluss zu nehmen.

Und zur Volkssouveränität schreibt Wikipedia: Im Sinne des deutschen Verfassungsrechts ist sie Bestandteil des Demokratieprinzips und gehört zu den Staatsformmerkmalen der Bundesrepublik Deutschland. Der Grundsatz der Volkssouveränität ist in Art. 20 Abs. 2 Grundgesetz (GG) geregelt:
"Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt."

Daraus ergibt sich: Die Staatsgewalt geht in Deutschland – unmittelbar oder mittelbar – vom Volk aus. Das Volk ist in diesem Sinne der Souverän im Staate, ist gleichsam Herrscher über sich selbst.

Die Ausgangssperre bei Wikipedia: Der Begriff bezeichnet das politisch oder polizeilich verordnete Verbot, öffentliches Gelände wie Straßen oder Plätze zu betreten - eine Art Hausarrest sozusagen als Teil von Notstandsgesetzen. Normalerweise dienen diese der Unterdrückung von politischen Aufständen und Demonstrationen. Sie werden allerdings auch zur Verhinderung der Ausbreitung von Seuchen ausgesprochen (Quarantäne) oder beispielsweise nach Naturkatastrophen zum Schutz vor Plünderungen verhängt. Einige Gemeinden haben zur Vorbeugung gegen Jugendkriminalität Ausgangssperren für Jugendliche verhängt, etwa die Stadt Redruth in Großbritannien.

Quelle: Wikipedia Text - CC-BY-SA license