Die Angst vor Wespen und Hornissen ist (meistens) unbegründet

Samstag, den 24. August 2019 um 09:30 Uhr Gut zu wissen - Dossier: Natur und Umwelt
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 Eben aus der Gießkanne gerettet: Verdatterte Wespe (c) HESSENMAGAZIN.de[Landkreis Fulda] Im Bereich von Wohngebäuden und Gärten kann es zu Konflikten mit Wespen und Hornissen kommen. Ursache für solche Konflikte sind laut unterer Naturschutzbehörde in den meisten Fällen unbegründete Ängste, die auf mangelnde Kenntnis der Tiere und ihres Verhaltens zurückzuführen sind. Durch sachgerechte Information und einfache praktische Maßnahmen könnten jedoch Konflikte behoben werden. Das in der Vergangenheit unter Missachtung der naturschutzrechtlichen Bestimmungen praktizierte Abtöten der Tiere lässt sich auf diese Weise vermeiden!

Um dem steigenden Beratungsbedarf und dem Artenschutz gerecht zu werden, gibt es im Landkreis Fulda seit einigen Jahren ein von der unteren Naturschutzbehörde eingerichtetes Beraternetz. Die telefonische Beratung ist kostenlos. Für Ortsbesuche oder konkrete praktische Maßnahmen empfiehlt sich die Vereinbarung einer Aufwandsentschädigung.

Die untere Naturschutzbehörde weist darauf hin, dass es nicht Aufgabe der Wespenberater sei, die Tiere abzutöten oder ihre Nester zu vernichten, sondern möglichst konfliktfreie Lösungen aufzuzeigen. In Ausnahmefällen könnten die Nester umgesiedelt werden.

Auch seien die Telefonnummern nicht als 24-Stunden-Notfall-Service zu verstehen. Die Berater sollten zu humanen Zeiten angerufen und ihre Hilfe nur dann in Anspruch genommen werden, wenn die Tiere wirklich ein ernstzunehmendes Problem darstellten.

Die Telefonnummern der Wespenberater gibt es bei den jeweiligen Wohnortgemeinden oder unter
www.landkreis-fulda.de/buergerservice/natur-und-umwelt/naturschutz/naturschutzrechtliche-fragen-artenschutz.

Quelle Text: Landkreis Fulda, 23. August 2019


Kommentar der Redaktion HESSENMAGAZIN.de:  Lächelnd

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