Für Flüchtlinge gibt es Hilfe bei alltäglichen Fragen oder in Krisensituationen

Mittwoch, den 10. April 2019 um 07:25 Uhr Gut zu wissen - Notiert !
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Landkreis Fulda - Rhoen-Karte (c) OpenstreetMap <-KLICK[Landkreis Fulda / Rhön] Da einige der Gemeinschaftsunterkünfte im Landkreis Fulda in den vergangenen Monaten geschlossen wurden, fiel für viele Flüchtlinge der Ansprechpartner vor Ort weg. Denn die Sozialbetreuung wurde mit der Gemeinschaftsunterkunft aufgelöst. „Und auch anerkannte Flüchtlinge, die aus einer bestehenden Gemeinschaftsunterkunft ausgezogen sind und bereits in einer eignen Wohnung leben, meiden erfahrungsgemäß die Unterkünfte, in denen sie zuvor gelebt haben“, erklärt Thomas Orf, Fachdienstleiter Zuwanderung beim Landkreis Fulda. Deswegen hat der Landkreis Fulda jetzt vier externe Informationsbüros für geflüchtete Menschen ins Leben gerufen.

Orf betont, dass die Anlaufstelle für Menschen mit Fluchthintergrund vor allem der Integration dient: „Mit dem Auszug aus der Gemeinschaftsunterkunft oder der Auflösung dieser ist es für den Landkreis nicht getan. Wir stellen uns der Herausforderung und helfen den Menschen, die in der Region bleiben, hier zu leben und zu arbeiten.“

Mit dem Projekt „Zentrale Anlaufstelle für Menschen mit Fluchthintergrund“ will der Landkreis Fulda deshalb Ansprechpartner vor Ort bieten. Dazu hat der Landkreis den DRK Kreisverband Hünfeld, die Arbeiterwohlfahrt (AWO) und die Grümel gGmbH mit der personellen Besetzung für zwei Jahre beauftragt. Jeder der Träger stellt eine Vollzeitstelle für das Projekt. Das DRK ist dabei in Hünfeld, die Grümel in Bad Salzschlirf und die AWO in Gersfeld und Ebersburg tätig.

„Unser erster Eindruck ist, dass viele Menschen mit Fragen zu Anträgen, Handyverträgen oder der Steuer kommen“, sagt Jürgen Stelzer vom Landkreis Fulda, der das Projekt federführend betreut. Er erklärt, dass die Ansprechpartner vor Ort die Flüchtlinge gegebenenfalls weitervermitteln können – sei es an die Verbraucherzentrale, den weißen Ring oder eine andere offizielle Stelle. „Die Flüchtlinge können alle Fragen aus ihrem Alltag an die Mitarbeiter vor Ort herantragen“, fügt Stelzer hinzu. Es gebe beispielsweise Unterstützung beim Ausfüllen von Anträgen, Beratungen und Vermittlungen in Krisensituationen, Hilfe und Vermittlung bei der Suche nach Ausbildungs- oder Arbeitsplätzen oder Vermittlungen zu Schulen und Vereinen.

Sprechzeiten

Kontakt für Fragen: Jürgen Stelzer, Telefon: (0661) 6006-8850, Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Quelle Text: Presseamt, Landkreis Fulda, 09.04.2019