Kulturelles Erbe: Letzte Ruhestätte berühmter Menschen

Mittwoch, den 04. Februar 2015 um 08:00 Uhr Gut zu wissen - Notiert !
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Grabskulptur auf dem Frankfurter Hauptfriedhof (c) HESSENMAGAZIN.de

[Hessen - Deutschland] Wer sich für Historisches interessiert, möchte vielleicht irgendwann einmal wissen, wo bekannte Persönlichkeiten ihre letzte Ruhestätte gefunden haben - damals, als es noch keinen Friedwald oder Ruheforst gab. Genau dafür wurde Ende 2014 von der "Stiftung Historische Kirchhöfe und Friedhöfe" in Berlin mithilfe einer finanziellen Förderung der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien eine kostenlose WebApp für mobile und stationäre Geräte konzipiert: "Sie dient zur Routenplanung und audio-visuellen Information über Ehrengrabstätten, Gräber berühmter Persönlichkeiten, Grabmale mit herausragender architektonischer wie kunsthistorischer Bedeutung sowie solche mit außergewöhnlichen Restaurierungsarbeiten." (Zitat)

Nachdem man sie heruntergeladen und auf seinem Smartphone oder Tablet installiert hat, wird man zum ausgewählten Friedhof in einem von 16 Bundesländern hin navigiert und kann eine Audio-Datei abhören, die entsprechende Informationen liefert. Fast wie bei einem Reiseführer. Bislang sind 37 bedeutsame Friedhöfe und rund 1.000 Gräber erfasst, die man aber auch gut von zu Hause aus per PC "besuchen" kann. (Unterwegs wohl ohne Karte, wenn man Google den Zugriff, d. h. die Standortbestimmung / den Ortungsdienst per GPS, nicht erlaubt.)

Der größte Parkfriedhof der Welt in Hamburg-Ohlsdorf ist mit 45 besuchenswerten Gräbern vertreten, wie die von Inge Meysel, Gustaf Gründgens, Graf Luckner, Carl Hagenbeck, Hans Albers, Loki Schmidt, Heinz Erhardt und anderen.

Im Hessenland ist lediglich der Frankfurter Hauptfriedhof aufgeführt, wo unter 40 Ruhestätten die Dichterin Ricarda Huch sowie der Arzt und Buchautor des Struwwelpeter, Heinrich Hoffmann, beschrieben werden. 1860 wurden neben vielen anderen dort der Philosoph Arthur Schopenhauer, im Jahr 1912 der Kaufmann Jakob Latscha und von 1947 bis 1986 amerikanische Kinder in einem Gemeinschaftsgrab beerdigt.

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