Chemie in Duftkerzen und mehr

Montag, den 28. November 2011 um 22:36 Uhr Gut zu wissen - Dossier: Natur und Umwelt
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Lieben Sie Wohlgerüche?

Duftkerze (c) HESSENMAGAZIN.de[Hessen - Deutschland] Die Bedeutsamkeit von Düften steigt proportional mit dem Näherrücken von Feierlichkeiten. Blumenduft gehört in den Sommer, deswegen müssen wir in der dunklen Jahreszeit mit künstlichem Jasmin oder ähnlichem vorlieb nehmen. Doch Achtung: Nicht alles, was betörend riecht, tut uns gut. Duftstoffe wirken im Unterbewusstsein und haben unzweifelhaft eine physiologische Wirkung. Andererseits können sie jedoch Allergien auslösen und toxisch (giftig) sein.

Ob als Aromatherapie, bei der Meditation oder im Weihrauch als Heilmittel seit Hippokrates Zeiten - der Glaube an eine spirituelle und medizinische Wirkung von Düften ist sehr groß. So ist es kein Wunder, wenn wir uns zum Kauf von Duftkerzen mit unserem Lieblingsaroma verführen lassen, und das Duftöl im Lämpchen während der Teestunde mit Freundinnen längst als Standard ansehen. Daneben werden ätherische Öle gerne in der Sauna verwendet und ins Badewasser geträufelt. Wer sie unverdünnt einsetzt, sich vielleicht damit einreibt, gefährdet seine Gesundheit.

Duftöl - Foto: (bm) HESSENMAGAZIN.de
Parfüm- und Duftöl - Bezeichnungen für künstlich hergestelltes, preiswertes Öl - Foto: (bm) HESSENMAGAZIN.de

Empfindliche Leute reagieren körperlich mit Müdigkeit, Schleimhautreizungen, Husten, tränenden Augen, Brennen im Gesicht o. ä., Herzrasen bis hin zur Ohnmacht - um nur einige der möglichen "Irritationen" zu nennen. Unter diesem Aspekt ist Duftmarketing, die kommerzielle Beduftung von Geschäften, Cafés, Hotels und Kaufhäusern zwecks Erhöhung der Konsumlust, kritisch als Luftverschmutzung am Rande einer Vergiftung unserer Atemluft zu sehen.

Die Unterscheidung zwischen reinen oder synthetischen Ölen aus Chemikalien sollte anhand des Etiketts auf dem Fläschchen möglich sein. Im oben abgebildeten Beispiel "Gras", Der dufte Engel, fehlte es - und damit auch sämtliche Hinweise auf ein mögliche Schädlichkeit. Auch so genannte naturreine Öle können Allergien auslösen und reizen.

Räucherstäbchen - Foto: (bm) HESSENMAGAZIN.de
Räucherstäbchen - Foto: (bm) HESSENMAGAZIN.de

Räuchern kennen wir nicht nur als Konservierungsmethode für Lebensmittel, sondern auch aus Zeremonien nordamerikanischer Indianer sowie aus Tempeln fernöstlicher Länder. Selbst Katholiken verwenden bei ihrer Ansprache zu Gott gerne ein räucherndes Weihrauchfässchen. Ferner kann man außer schlechten Gedanken sogar leibhaftigen Schädlingen mit Rauchschwaden zu Leibe rücken und sie "ausräuchern".

Die einfache Methode des Räucherns mit Stäbchen stellt traditionell eine meditative Stimmung her. Wer nach dem Anzünden jedoch darauf mit Übelkeit oder Kopfschmerz regiert, verträgt die vom Räucherwerk geschwängerte Raumluft nicht. Die flüchtigen Stoffe aus Harzen, Holz, Kräutern und manchen Chemiecocktails können extrem gesundheitsschädlich sein.