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O wie Ozon: Sieht aus wie Herbst, ist aber noch Sommer

Anfang September 2016: Redaktionshund Leo im Wald der Kelten (c) HESSENMAGAZIN.de
Anfang September 2016: Redaktionshund Leo im Wald der Kelten auf dem Glauberg-Plateau (c) HESSENMAGAZIN.de

Das Deutschlandwetter des August 2016: Ein viel zu trockener August mit einer Hitzewelle am Monatsende

[Hessen - Deutschland] In den ersten drei Augustwochen überstrich den äußersten Süden Deutschlands oft schwülwarme Luft aus dem Mittelmeerraum. An manchen Tagen entluden sich Gewitter oder zogen ausgedehnte Regengebiete heran. Im Norden gestaltete tiefer Luftdruck über Skandinavien das Wetter meist wechselhaft und relativ kühl. Bis zur Mitte kamen die Tiefausläufer jedoch nur selten voran; häufig dominierte ein Keil des Azorenhochs mit trockener Luft sowie warmen Tagen und vereinzelt frischen Nächten.

Zum Monatsende hin präsentierte sich der August in ganz Deutschland unter dem Einfluss von Hoch „Gerd“ sonnenscheinreich mit teilweise ungewöhnlich hohen Temperaturen. Dies ergab einen insgesamt warmen, viel zu trockenen August mit reichlich Sonnenschein, meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2 000 Messstationen.

Im zweiten Drittel örtlich Bodenfrost, im letzten Drittel hochsommerliche Hitze

Der August verlief in Deutschland mit 17,9 Grad Celsius (°C) um 1,4 Grad wärmer als das Mittel der internationalen Referenzperiode 1961 bis 1990. Im Vergleich zur Periode 1981 bis 2010 betrug die Abweichung +0,4 Grad. Der Unterschied zwischen der tiefsten und höchsten Temperatur war im August sehr groß: So sank das Quecksilber in der Nacht zum 11. in Nürnberg-Netzstall sowie in Carlsfeld im Erzgebirge auf 1,3 °C. Einige Stationen meldeten am 11. und am 18. sogar leichten Bodenfrost. Im letzten Monatsdrittel trumpfte dagegen nochmals der Sommer mit großer Hitze auf. Am höchsten kletterte das Quecksilber am 27. in Saarbrücken-Burbach - erreicht wurden 37,9 °C. Seit Beginn dieses Jahrhunderts traten solche Extremwerte in der dritten August-dekade bereits 2001, 2011, 2012 und 2015 auf. Im vorigen Jahrhundert kamen sie deutlich seltener vor, wie zum Beispiel 1943 mit 38 °C am 21.8. in Hannover und 1944 mit vier Tagen in Folge über 35 °C in Frankfurt am Main.

Der August erreichte nur 60 Prozent der typischen Regenmengen

Mit rund 45 Litern pro Quadratmeter (l/m²) erreichte der August nur 60 Prozent seines Klimawertes von 77 (l/m²). Orte, in denen der August sein Niederschlagssoll erfüllte, lagen meist im Süden von Bayern und Baden-Württemberg. Dort wirkten sich besonders die ergiebigen Niederschläge von Tief „Dagmar“ vom 4. und 5. aus. 48-stündig fielen dabei in Oberstdorf fast 90 l/m². Die größte Tagessumme meldete Öhringen, östlich von Heilbronn, während eines Gewitters am 18. mit 76 l/m². Von der Altmark bis nach Nordhessen blieb dagegen die Monatsmenge örtlich unter 10 l/m². Am Abend des 20. konnte man hinter einem abziehenden Regengebiet in einem Streifen von Mecklenburg bis zum Schwarzwald farbenprächtige Regenbögen beobachten.

Ein sonnenscheinreicher August mit einem Plus von 13 Prozent

Die Sonnenscheindauer lag im August mit 223 Stunden um 13 Prozent über ihrem Soll von 197 Stunden. Am längsten zeigte sich die Sonne von Nordbaden bis nach Niederbayern mit bis zu 270 Stunden. In Niedersachsen schien sie örtlich nur 180 Stunden.

Das August Wetter 2016 in Hessen
(In Klammern stehen jeweils die vieljährigen Mittelwerte der intern. Referenzperiode)  

Die Meteorologen errechneten für Hessen 17,9 °C (16,4 °C), etwa 35 l/m² und mit beinahe 235 Stunden (190 Stunden) 123 Prozent des Sonnenscheinsolls.

Quelle: Deutscher Wetterdienst


Achtung Ozon: Strahlende Sonne mit hohen Temperaturen bei wolkenlosen Himmel

Fall: Der Wald hat im August 2016 gelitten (c) HESSENMAGAZIN.de
Fall: Der Wald hat im August 2016 schwer gelitten (c) HESSENMAGAZIN.de

Was der DWD nicht erwähnt, sind die extrem hohen OZON-Werte des Monats August. Tja, sie gehören ja auch nicht direkt zum "Wetter", sondern haben etwas mit der Luftreinhaltung zu tun und unterliegen damit der "Zuständigkeit" des Umweltbundesamtes.

Wir Menschlein keuchen, husten und plagen uns mit brennenden Augen im Rahmen dieser Informationskultur und müssen uns in einer Art "Selbstbedienung" um das Herausfinden der Gründe eigenständig kümmern. HESSENMAGAZIN.de hilft dabei.

Wer sich zurzeit draußen umsieht, bemerkt: Die Laubbäume werfen braune vertrocknete Blätter ab, die den üblichen Herbstfarbwechsel von gelb zu rot nicht mitgemacht haben. Otto und Hermine "Normalbürger" denken, wenn sie das sehen, an einen frühen Herbst. Doch der Vorgang hat leider andere Gründe.

Wirkungen auf Ökosysteme und Nutzpflanzen: Ozon wird von Pflanzen durch die Spaltöffnungen der Blattorgane aufgenommen. Dadurch können bei Pflanzen Schäden an Blattorganen auftreten. Länger anhaltende Belastungen stellen ein Risiko für das Pflanzenwachstum, Ernteerträge und die Qualität landwirtschaftlicher Produkte dar. = Zitat: http://www.umweltbundesamt.de/themen/luft/luftschadstoffe/ozon

Mehr über OZON bei uns: HIER <-KLICK

Wenn Sie es genauer wissen möchten - die Übersicht zu jedem Tag haben möchten, schauen Sie auf die "Aktuellen Luftdaten" des Umweltbundesamtes, stellen Sie dort "Ozon" ein, wählen Sie "8-Stunden Tagesmaxima" und öffnen Sie die vergangenen Tage über "Datum".

Ab dem 7. August sehen Sie für Süddeutschland / Hessen immer wieder ROT - außer an den Tagen mit netter Bewölkung. Der 19., 24. bis 28. sowie der 31. August 2016 war besonders krass... September = to be continued...

LINK: http://www.umweltbundesamt.de/daten/luftbelastung/aktuelle-luftdaten

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