Groß-Umstadt gegen den Trend: Pflaster statt Hecke

Donnerstag, den 24. Juli 2014 um 11:20 Uhr Gut zu wissen - Dossier: Natur und Umwelt
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Groß-Umstadt lässt die Heckenstreifen in der Mühlstraße verschwinden (c) Groß-Umstadt [Groß-Umstadt versus Frankfurt] Ein wichtiger Umwelttrend bewegt sich langsam aber sicher hin zum klimafreundlichen Grün in der Stadt. Während sich Frankfurt am Main als einzige (!) deutsche Stadt um den europäischen Titel "Green City" 2014 bemühte und letztendlich zur "Europäischen Stadt der Bäume" avancierte, beseitigt Groß-Umstadt allerdings gerade Hecken in der Stadt und ersetzt sie durch Pflaster.


Pressemitteilung: Heckenstreifen in der Mühlstraße verschwinden

In Groß-Umstadt gibt es in manchen Straßen eine eher seltene Besonderheit: kniehohe Ligusterhecken zwischen Straßenfahrbahn und Fußgänger- bzw. Radweg. Diese Grünstreifen sind noch zu sehen in der Realschulstraße, im Bruchweg und im Adenauerring. In der Mühlstraße sind die Hecken dieser Tage gefallen, wie vor zwei Jahren schon in der Breiten Gasse. Stattdessen werden Pflastersteine verlegt, was nach Auskunft von Bürgermeister Joachim Ruppert mehrere Gründe hat. Zum einen sei in Zeiten der „Konsolidierung“ der Pflegeaufwand für Rückschnitt und Bodenbearbeitung - gemessen an der „grünordnerischen Qualität“ - sehr hoch, jährlich kommen rd. 13.000 € für alle Heckenstreifen zusammen.

Die derzeitigen „Umbau“-Arbeiten werden zwar von einer Baufirma erledigt, die Kosten für die Aufpflasterung machen sich aber nach zwei bis drei Jahren bezahlt. Hinzu kommt nach Meinung des Verwaltungschefs, dass insbesondere in der Mühlstraße der gemeinsame Fuß- und Radweg sehr schmal ist und der Platzgewinn zur Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer beitragen kann - vorausgesetzt, die Anwohner stellen ihre PKW jetzt nicht auf den Radweg. (Quelle: Groß Umstadt)


Frankfurt hat auf seinem bewussten Weg zur Nachhaltigkeit erkannt, dass Grünbewuchs zum Wohlbefinden der Städter beträgt, erweitert ständig seinen Grüngürtel <-KLICK mit Wander- und Radwegen und bietet seit einiger Zeit urbanes Gärtnern auf unbenutztem städtischen Gelände an: HIER <-KLICK.