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Zurück zum Absender: Walfleisch

Greenpeace-Kletterer am Frachter Eilbeck (c) Daniel Müller / Greenpeace[Unsere Welt] Sechs Container mit Finnwalfleisch sind nach dem Protest von Greenpeace-Aktivisten am 22. Juli 2013 wieder im Hafen von Reykjavik abgeladen worden. Greenpeace hat den Rücktransport von Hamburg über Rotterdam nach Reykjavik in den jeweiligen Häfen überprüft. Am 5. Juli war aufgedeckt worden, dass Walfleisch über den Hamburger Hafen nach Japan geliefert werden sollte. Die verantwortlichen Transportfirmen schickten daraufhin die Container mit der Menge von etwa zehn toten Finnwalen an den Absender zurück.

„Das ist ein wichtiges Signal an Islands Walfänger: Sie werden durch den Boykott der Schiffsunternehmen kaum noch Möglichkeiten haben, Walfleisch auf dem Seeweg zu exportieren“, sagt Iris Menn, Meeresexpertin von Greenpeace. „So hat die unsinnige Jagd auf die bedrohten Tiere hoffentlich bald ein Ende.“

In dieser Saison will Island 184 bedrohte Finnwale töten

Der Handel mit Walfleisch ist laut dem „Washingtoner Artenschutzabkommen“ (CITES) untersagt. Dazu haben sich 180 Staaten, darunter auch Deutschland, verpflichtet. Allein Island, Norwegen und Japan weigern sich. Bereits über 18.000 Bürgerinnen und Bürger haben sich seit Bekanntwerden des Walfleischtransports mittels einer Protest-Email an den für den Artenschutz zuständigen Umweltminister Peter Altmaier (CDU) gewandt. Dieser hatte die Proteste auf Twitter mehrfach kommentiert und schrieb dort am 11. Juli 2013: „Die Wale zu retten wäre so leicht. Wenn wir nicht mal das schaffen, sähe es ziemlich düster aus für die Biodiversität.“

Bislang hat das Bundesumweltministerium jedoch nur die deutschen Häfen aufgefordert, freiwillig auf die Durchfuhr von Walfleisch zu verzichten. Greenpeace hatte letzte Woche rund 80 deutsche Schiffstransportunternehmen angeschrieben und um eine freiwillige Verpflichtung gegen Walfleischtransporte gebeten. Auf keines dieser beiden Anliegen folgte bisher eine positive Antwort. „Wir brauchen eine gesetzliche Regelung, die Walfleischtransporte verbietet. Damit würde die Bundesregierung eine Vorreiterrolle in Europa beim Artenschutz einnehmen. Mit einer freiwilligen Verpflichtung sind keine Sanktionen möglich, sollten sich die Firmen nicht daran halten“, so Menn.

Wie Greenpeace-Aktivisten erfolgreich gegen Walfleischtransporte protestierten

Am 5. Juli 2013 empfingen Greenpeace-Aktivisten das Frachtschiff „Cosco Pride“ bei der Einfahrt in den Hamburger Hafen mit Protestbannern. Sie informierten die Behörden über die sechs Container mit Finnwalfleisch an Bord. Die Zollfahndung beschlagnahmte die Fracht und gab sie am 9. Juli 2013 wieder für den Weitertransport frei. Greenpeace-Aktivisten ketteten sich deshalb am 10. Juli 2013 an die Haltetaue des Containerschiffes „Eilbek“. Der Schiffsagent weigerte sich daraufhin, das Fleisch an Bord zu nehmen. Die für die Transportlogistik verantwortliche Reederei „Evergreen Line“ stornierte sofort den Auftrag und schickte das Fleisch auf den Weg zurück nach Island. Islands maßgeblicher Transporteur von Walfleisch,“ Samskip“, versprach, zukünftig darauf zu verzichten.

Quelle: Greenpeace

 

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Vermeintlich ökologische Produkte taugen nichts

[Deutschland] „Lassen Sie die Finger von Bambusbechern“, heißt es in der August-Ausgabe der Zeitschrift test. Aus mehr als der Hälfte der getesteten Becher gehen sehr hohe Mengen Schadstoffe ins Getränk über. Die übrigen Becher erwecken fast alle mit falschen Werbeversprechen den Eindruck, ein reines Bambusprodukt zu erwerben oder der Umwelt einen Dienst zu erweisen. Keinen ökologischen Fortschritt bieten auch Waschnüsse und -kastanien. Sie waschen miserabel, lassen die Wäsche vergrauen und die Waschmaschine verkalken.

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