Für das Urlaubsfeeling im eigenen Garten: Südliche Pflanzen überwintern

Montag, den 27. August 2012 um 00:00 Uhr Gut zu wissen - Dossier: Natur und Umwelt
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Pflanzen überwintern im Gewächshaus (c) HESSENMAGAZIN.de

[Hessen - Deutschland] Wer seine Palmen von der Terrasse, den Säulenwacholder, die Olivenbäumchen oder zitronige Kübelpflanzen gut über den Winter bringen möchte, kann sich ein Gewächshaus zulegen.

Beliebt sind Einsteigermodelle aus Folie, die meistens jedoch nur drei bis vier Jahre halten und hohen Schneelasten oder Sturm kaum Widerstand bieten. Man sollte das Gewächshaus auch nicht zu klein wählen: Eine Mindesthöhe von zwei Metern hat den Vorteil, dass man darin aufrecht stehen kann.

Beim Aufstellen ist es zweckmäßig, es mit seiner Längsachse in Nord-Südrichtung auszurichten. Und sofern es nicht nur als Quartier für Kübelpflanzen genutzt wird, ist ein sonniger Standort in der Nähe des Hauses von Vorteil.

Das Dach kann mit Klarglas oder doppelten Stegplatten aus Acryl bzw. Plexiglas belegt sein, dagegen dürfen die senkrechten Seitenteile aus Blankglas mit hoher Lichtdurchlässigkeit bestehen. Für den Sommer sind Lüftungsöffnungen zur Klimatisierung wichtig und Schatten spendende Vorrichtungen sehr empfehlenswert.

Bis 5 Grad Minus friert es in der kalten Jahreszeit im "gläsernen Garten" in der Regel noch nicht. Bei tieferen Temperaturen sollte er gewärmt werden durch elektrische, regelbare Heizlüfter, geeignet für den Außenbereich, oder eine spezielle Gasheizung. Wird es richtig eisig draußen, ist man gut beraten, das Glas mit einer Luftpolsterfolie zwecks Isolierung abzudecken. Beheizte Gewächshäuser benötigen zusätzlich gemauerte Fundamente, damit der Frost nicht durch den Boden hineindringt.

Achtung: Bevor Sie in die Planung gehen und ein Gewächshaus im Garten aufstellen, erkundigen Sie sich bei der zuständigen Baubehörde (Bauamt) über mögliche Einschränkungen. Teilweise unterliegen sogar so genannte "Anlehngewächshäuser" bestimmten Bauvorschriften.