Auf die Finger geschaut: Erinnern Sie sich noch an EHEC?

Donnerstag, den 17. Mai 2012 um 00:00 Uhr Gut zu wissen - Dossier: Natur und Umwelt
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Eingestellt ausgestellt: Holzhände für Zeichner (c) HESSENMAGAZIN.de[Hessen - Welt] Ein Jahr nach der EHEC-Krise mit 53 Todesfällen im Frühsommer 2011 ist die Epidemie noch immer völlig unzureichend aufgearbeitet, reklamiert die Verbraucherorganisation foodwatch. Weder ist der EHEC-Ausbruch aufgeklärt, noch wurden die Schwachstellen in Lebensmittelüberwachung und Gesundheitsschutz offen analysiert, geschweige denn behoben. Zu diesem Ergebnis kommt eine 29-seitige Analyse, die von foodwatch unter dem Titel "Im Bockshorn" veröffentlicht wurde.

Der EHEC-Ausbruch begann Anfang Mai 2011. Dem Ausbruchgeschehen wurden bis Ende Juli 2011 insgesamt 2.987 Fälle von EHEC-Gastroenteritis und 855 Erkrankungen an dem schweren hämolytisch-urämischen Syndrom (HUS) zugeordnet, zusammen also 3.842 Erkrankungen; 53 Menschen starben. Auslöser der Epidemie war der vorher kaum auffällige E.coli-Stamm EHEC O104:H4, der gegen Magensäure und Antibiotika weitgehend resistent ist.

In der EHEC-Analyse weist foodwatch nach, dass die Behörden das bekanntermaßen von Sprossen zum Roh-Verzehr ausgehende Risiko unterschätzt haben. So stuften die niedersächsischen Behörden den Sprossenhof in Bienenbüttel als "Gartenbaubetrieb" und nicht als Lebensmittelhersteller ein - mit der Folge, dass er niedrigeren Hygienestandards und weniger strengen Kontrollen unterworfen war.

Weitere Informationen finden Sie HIER <-KLICK, die foodwatch-Analyse zur EHEC-Epidemie können Sie kostenlos downloaden: HIER <- KLICK.

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