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Trinken wir demnächst Kinzigwasser?

Kinzigtalsperre - Archivbild Januar 2020 (c) HESSENMAGAZIN,de
Die Kinzigtalsperre als Trinkwasserreservoir ? - Archivbild Januar 2020 (c) HESSENMAGAZIN.de

[Main-Kinzig-Kreis] Am 16. Oktober 2020 meldete die Pressestelle des Main-Kinzig-Kreises, dass der Wasserverband Kinzig (WVK) ausprobiert hat, ob man in Zukunft Trinkwasser aus Oberflächenwasser (Flüsse / Seen etc.) gewinnen kann. Das solle gereinigt - gefiltert, chemisch geflockt, bestrahlt - und idealerweiser "umweltverträglich" gemischt werden mit hochgepumptem Grundwasser, was ja immer weniger vorhanden wäre, da der Klimawandel nun wohl doch nicht mehr aufzuhalten wäre.

In der Überschrift der Meldung liest man: "Zukunftsweisendes und bahnbrechendes Projekt sichert Trinkwasserversorgung". Hm, das Verfahren ist aber keineswegs neu. Oberflächenwasser bzw. Rohwasser wird schon lange u. a. auch zum Trinken genutzt. Wenn man damit keine Felder beregnet, muss es allerdings zwingend aus einem Wasserschutzgebiet stammen und entsprechend aufbereitet werden - eventuell sogar mit Chlor <-KLICK.

Die Trinkwasserverordnung finden Sie unter:
www.gesetze-im-internet.de/trinkwv_2001/BJNR095910001.html

Der Stausee bei Ahl (Bad Soden-Salmünster /Steinau), durch den die Kinzig fließt, wurde Anfang der 1980er Jahre eigentlich für den Hochwasserschutz angelegt. Ein kleiner Nebeneffekt ist die Stromgewinnung. Ob an der Kinzig komplett ein Wasserschutzgebiet ausgewiesen wird, steht zu bezweifeln.

Bislang Vorhandenes auf einer Karte anschauen: HIER <-KLICK.

In Sichtweite der Talsperre führen eine stark befahrene Autobahn (A66 nach Fulda) sowie die ICE-Bahnstrecke von Frankfurt vorbei. Auch müsste man für eine effektive Trinkwassergewinnung aus der Kinzig die Einleitungen von umliegenden Kläranlagen plus der Gulliüberläufe stoppen.

Naja irgendwie...

Übrigens: Der Herr Wack, selbsternannter Ökologe, ist immer dabei, wenn es um das Grundwasser aus dem Vogelsberg geht. (Das wird im Rhein-Main-Gebiet so mirnichtsdirnichts für die Klospülung und zum Gießen von Pflanzen genutzt...) Mit seinem "Umwelt-Büro" verkauft er Wassersysteme: http://www.aquasus.de/impressum.html.

Quelle: Brigitta Möllermann, www.HESSENMAGAZIN.de


Die Meldung des Main-Kinzig-Kreises im ORIGINAL selbst lesen

Zukunftsweisendes und bahnbrechendes Projekt sichert Trinkwasserversorgung

Wasserverband Kinzig reagiert auf Klimawandel und schließt Probebetrieb erfolgreich ab / Landrat Stolz lobt positive Effekte auf den Grundwasserspiegel

Main-Kinzig-Kreis. – Der Wasserverband Kinzig (WVK) geht bei der Trinkwasserversorgung neue Wege, um in Zeiten fortschreitenden Klimawandels die Versorgung der Region und der Metropole Rhein-Main umweltverträglich mit bestem Trinkwasser zu garantieren. Das Trinkwasser wird künftig auch aus Oberflächenwasser gewonnen, dass in großer Menge vorhanden ist und dank mehrstufiger Filtration höchste Wasserqualität erreicht. Die Zukunft der Trinkwasserförderung soll ein Hybridmodell aus Grund- und Oberflächenwasser sein. Davon hat sich Landrat Thorsten Stolz bei einem Besuch in der hochmodernen Pilotanlage in Bad Soden-Salmünster überzeugt. Die Kosten für die Pilotanlage belaufen sich auf zirka 500.000 Euro, rund die Hälfte stammt aus Fördermitteln des Landes Hessen.

Das Klima ist gewaltig im Umbruch. Die Erwärmung der Erde schreitet rasant voran, die Polkappen schmelzen, der Meeresspiegel steigt und in der Atmosphäre ist deutlich mehr Wasser vorhanden. Das hat auch Auswirkungen auf das Klima in der Region. Die Niederschlagverteilung übers Jahr verschiebt sich. Schneereiche Winter, die durch das langsame Versickern bei der Schneeschmelze perfekt für die Grundwasserneubildung sind, gibt es kaum mehr. In der Folge fließt das Regenwasser über ausgetrocknete Böden immer mehr oberflächlich ab, vor allem in den Sommermonaten. Die Sommer werden heißer und trockener, unterbrochen von schweren Gewittern und Starkregenereignissen. Die bringen zwar Wasser zuhauf, doch die ausgetrockneten Böden und die Vegetation verhindern, dass das Regenwasser in den Untergrund eindringt und zur Neubildung von Grundwasser beiträgt.

Der Klimawandel ist nicht aufzuhalten, der Mensch muss sich den neuen Gegebenheiten anpassen. In der Folge muss er sich auf längere Trockenphasen einstellen und trotzdem die Trinkwasserversorgung sicherstellen, andererseits muss er sich vor Hochwasser schützen. Daher liegt es nahe, auch das Oberflächenwasser zur Trinkwassergewinnung zu nutzen und auf diese Weise die wertvolle Ressource im Untergrund zu schonen.

Dass dies keine weit entfernte Zukunftsmusik ist, davon hat sich nun Landrat Thorsten Stolz bei einem Besuch der Pilotanlage in Bad Soden-Salmünster überzeugt. Dort testet der Wasserverband Kinzig die Trinkwassergewinnung aus dem fließenden Wasser der Kinzig.

Landrat Thorsten Stolz begrüßt den erfolgreichen Abschluss des Probebetriebs in Bad Soden-Salmünster und spricht von einem bahnbrechenden und zukunftsweisenden Projekt mit Vorbildcharakter für andere Regionen in Deutschland. „Mit der wachsenden Zahl an Menschen, die im Main-Kinzig-Kreis leben und arbeiten, haben wir auch einen wachsenden Bedarf an Trinkwasser. Mit dem zukunftsweisenden Projekt der klimafesten Wassergewinnung sichert der Wasserverband Kinzig die Trinkwasserversorgung für seine Mitglieder auf lange Sicht mit dem positiven Effekt, dass sich die Grundwasserspiegel in der Region erholen können“, erklärt der Landrat. Denn in den vergangenen Jahren sei der Klimawandel auch im Main-Kinzig-Kreis immer mehr spürbar geworden: sehr heiße Sommer, wenig oder gar keine Niederschläge über Monate hinweg.

Möglich wird dies durch das geballte Wissen renommierter Wasserexperten. Beteiligt sind die Ingenieure von Baurconsult, BCE Björnsen, Inge (BASF/Du Pont) Wasseraufbereitungstechnik und IWW, dem Rheinisch-Westfälischen Institut für Wasser, sowie der Ökologe Dr. Hans-Otto Wack vom Umweltbüro Schotten. Das Pilotprojekt mit dem Wasser der Kinzig ist der Härtetest für die Technik. WVK-Geschäftsführer Holger Scheffler ist überzeugt, dass das Projekt Zukunft hat: „Wir haben gewusst, dass es funktioniert. Aber wir haben gestaunt, dass das Wasser der Kinzig eine solche Qualität hat.“ WVK-Verbandsvorsteher Thomas Wissgott freut sich über die angestrebte nachhaltige Ressourcenschonung, obgleich der Verband schon heute seinen Versorgungsauftrag umweltgerecht erfüllen kann. So sehe die Wasserwirtschaft der Zukunft aus.

Das funktioniert auf folgende Weise: Das Wasser wird aus der fließenden Welle der Kinzig in die Anlage gepumpt, dabei hält ein Gitter den gröbsten Schmutz zurück. Dann strömt das Wasser durch einen Vorfilter und wird mit einer In-Line-Flockung behandelt. Danach folgt eine Ultrafiltration, welche partikuläre Stoffe, Viren und Keime entfernt, mit Ozon werden Spurenstoffe durch Oxidation eliminiert, biologisch gereinigt und eine Adsorptionsfiltration mit granulierter Aktivkohle sorgt als letzte Reinigungsstufe für absolute Sicherheit. Selbst die Reste von Medikamenten blieben im Verfahren unter der Nachweisgrenze. Das Ergebnis ist reinstes Trinkwasser von höchster Güte. Die Anlage funktioniert sogar dann tadellos, wenn die Kinzig Hochwasser mit entsprechend hohem Schwebstoffanteil führt.

Ziel ist es, mit einer entsprechend dimensionierten Anlage den Kinzigstausee zu einem riesigen Trinkwasserspeicher zu machen. Der WVK will dort mit einer Wassergewinnungsanlage circa 5,5 Millionen Kubikmeter Trinkwasser für den Main-Kinzig-Kreis und den Ballungsraum Rhein-Main gewinnen. Eine Hybridlösung aus Oberflächenwasser und Grundwasser bedeutet eine dauerhaft klimafeste Wasserbeschaffung. Sie schont zugleich die wertvolle Ressource Grundwasser und erlaubt eine Mengenerhöhung bei gleichzeitig angestrebter Senkung des Wasserpreises.

Ökologe Wack vom Umweltbüro Schotten und Anil Gaba von der IWW erläuterten die Anlage im Detail. Was im Kleinen funktioniert, soll bald in einer großen Anlage Wasser liefern. „Das ist High End der Trinkwasseraufbereitung“, ist Gaba sicher. Und Wack sieht den WVK im internationalen Vergleich „um Lichtjahre voraus“.

Die Laufzeit des Probebetriebs enthielt Extremereignisse wie ein hundertjähriges Hochwasser, eine vierteljährige Dürre und eine Niedrigwasserperiode und liefert somit über ein ganzes Jahr hinweg ausreichend belastbare Daten, um nun die Umsetzung des Projekts zur klimafesten Wassergewinnung an der Kinzigtalsperre voranzutreiben, damit das neue Wasserwerk 2025 den Betrieb aufnehmen kann. „Die Investitionssumme ist sehr gut angelegtes Geld für die Zukunft und wird dazu beitragen, dass die Menschen im Main-Kinzig-Kreis auch in Zukunft bei der kostbaren Ressource Trinkwasser gut versorgt sind. Die Versorgung mit Trinkwasser wird damit auf eine ganz neue Basis gestellt und ich mache kein Geheimnis daraus, dass die Versorgung mit Trinkwasser - auch in unseren Breitengeraden - eine immer größer werdende Herausforderung darstellt. Mit der Aufbereitung von Oberflächenwasser gehen wir in Sachen Versorgungssicherheit ganz neue Wege“, sagte der Landrat. Er dankte allen am Projekt Beteiligten für ihre Bereitschaft, sich über das normale Maß hinaus für den Erfolg des Testbetriebs einzusetzen, das sei nicht selbstverständlich. Auch das Land Hessen sei bereit gewesen, das Pilotprojekt, das einzigartig in der Region sei, zu fördern. „Denn Trinkwasser aus Oberflächenwasser zu gewinnen, ist aktiver Klimaschutz und ein gutes Beispiel dafür, wie Umweltschutz mit moderner Technik gelingen kann“, sagte der Landrat.

 

NewsFlash - Kurz & Knapp

ReUse: Markt für gebrauchte Produkte besser vernetzen

Förderbescheide zum Aufbau eines landesweiten Netzwerks für Wiederverwender

[Hessen] „Bevor Kleidung, Möbel, Waschmaschinen oder andere Haushaltsgegenstände weggeworfen werden, lassen sie sich oftmals reparieren und wiederverwenden. Dadurch schonen wir Ressourcen und unsere Umwelt wird weniger belastet“, sagt Umweltministerin Priska Hinz. Gemeinsam mit Frankfurts Umweltdezernentin Rosemarie Heilig überreicht sie heute im Frankfurter Secondhandwarenkaufhaus Neufundland insgesamt 160.000 Euro Fördermittel für den Aufbau des Netzwerks ReUse an die Gemeinnützige Gesellschaft für Wiederverwendung und Recycling mbH Frankfurt (GWR). Davon finanzieren das Hessische Umweltministerium und die Stadt Frankfurt jeweils 80.000 Euro.

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