Das Sonntagsfahrverbot für LKW wurde aufgehoben (Corona)

Sonntag, den 29. März 2020 um 10:25 Uhr News Ticker - CORONA Infos
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Elefantenrennen über mehrere Kilometer (c) HESSENMAGAZIN.de
"Elefantenrennen" über mehrere Kilometer (c) HESSENMAGAZIN.de

[Hessen - Deutschland] Nun sind sie auch am Sonntag auf unseren Straßen unterwegs. Um die Versorgung der Bevölkerung (und den Nachschub von Klopapier :-) sicherzustellen, wurde das Fahrverbot für LKW mit mehr als 7,5 Tonnen bis mindestens Ende April 2020 in ganz Deutschland aufgehoben.

So weit, so gut... Nachlesen beim ADAC:  www.adac.de/verkehr/lkw-sonntag/

Doch die "Helden der Landstraße" haben auf ihren Touren ein Problem. Sie können nicht mehr überall ihre Hände effektiv waschen oder duschen und die Toiletten benutzen. Viele Autohöfe haben wegen der Ansteckungsgefahr ihre Raststätten geschlossen. Nur noch die Parkplätze sind offen geblieben.

Reagiert hat daraufhin der Verein DocStop für Europäer e.V.:

DocStop, die Initiative für eine bessere medizinische Versorgung für Berufskraftfahrerinnen und -fahrer, hat Speditionen, Verlader, Tankstellen und andere Unternehmen dazu aufgerufen, Lkw-Fahrerinnen und -Fahrern freien Zugang zu ihren vorhandenen Toiletten und Duschräumen zu gewähren. Mit der Hygiene-Aktion SaniStop will der Verein sicherstellen, dass diese für die Versorgung so wichtige Berufsgruppe nicht auf alltägliche hygienische Maßnahmen verzichten muss.

Ladbergen, 24. März 2020. Hygiene, insbesondere regelmäßiges Händewaschen, ist das Gebot der Stunde. Doch weil einige Autohöfe und Verlader ihre sanitären Einrichtungen schließen, haben Lkw-Fahrerinnen und Fahrer derzeit unterwegs oftmals keinen Zugang mehr zur den einfachsten Hygienemaßnahmen. Die Initiative DocStop hat deshalb die Aktion SaniStop ins Leben gerufen.

„Wir hören vermehrt von Fahrern, die an Autohöfen oder Raststätten vor verschlossenen Türen stehen und während ihrer Pause oder Ruhezeit unterwegs weder Toilette noch Dusche nutzen oder sich auch nur die Hände waschen können“, erklärt Joachim Fehrenkötter, Vorsitzender von DocStop und selbst Spediteur. „Das ist absolut inakzeptabel!“

Doch weil Apelle und Forderungen alleine nicht reichen, haben die ehrenamtlichen DocStop-Verantwortlichen die Aktion SaniStop ins Leben gerufen. Speditionen, Verlader, Rasthöfe, Tankstellen und andere Unternehmen stellen dabei Lkw-Parkplätze mit Zugang zu WC und Duschen zur Verfügung – damit Fahrer unterwegs nicht auf alltägliche Selbstverständlichkeiten verzichten müssen.

Innerhalb der ersten 24 Stunden haben sich mehr als ein Dutzend Unternehmen mit insgesamt mehr als 40 Standorten in ganz Deutschland an der Aktion SaniStop beteiligt.

Die Liste aller SaniStop-Stationen mit WC und Dusche sowie eine Kartenübersicht findet sich unter www.docstop.eu/sanistop. Sie wird täglich aktualisiert.

Aktuelle Informationen zur Aktion SaniStop veröffentlicht DocStop zudem auf Facebook unter www.facebook.com/docstop.eu.

Speditionen und andere Unternehmen, die Ihre sanitären Einrichtungen für Fahrer öffnen möchten, können sich mit Angabe der Adresse des Parkplatzes unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. melden.

DocStop-Initiator Rainer Bernickel: „Im Namen aller Fahrer möchten wir als DocStop uns bei allen Unternehmen bedanken, die die Aktion SaniStop unterstützen und so dafür sorgen, dass die Fahrerinnen und Fahrer Zugang zu den grundlegendsten hygienischen Maßnahmen erhalten, die für uns alle selbstverständlich erscheinen.“

Quelle: www.docstop.eu